Das Manifest der empörten Ökonomen

Im Blog der Vordenker bin ich auf das Manifest der empörten Ökonomen aufmerksam geworden. Dieses Manifest prangert 10 Fehlbehauptungen der aktuellen Debatten um die Finanzkrise an.

  1. Fehlbehauptung: Finanzmärkte sind effizient
  2. Fehlbehauptung: Finanzmärkte tragen zum Wirtschafts-wachstum bei
  3. Fehlbehauptung: Märkte schätzen die Kreditwürdigkeit von Staaten korrekt ein
  4. Fehlbehauptung: Der Anstieg der Staatsverschuldung rührt von übermässigen Ausgaben her
  5. Fehlbehauptung: Staatsausgaben müssen begrenzt werden, um die Staatsverschuldung zu senken
  6. Fehlbehauptung: Staatsverschuldung verschiebt die Last unserer Maßlosigkeit auf unsere Kindeskinder
  7. Fehlbehauptung: Wir müssen die Finanzmärkte beruhigen, um die Staatsverschuldung zu finanzieren
  8. Fehlbehauptung: Die europäische Union schützt das Europäische Sozialmodell
  9. Fehlbehauptung: Der Euro ist ein Schutzschild gegen die Krise
  10. Fehlbehauptung: Die Griechenlandkrise war das Sprungbrett zu einer europäischen Wirtschaftsregierung und einem wirklichen europäischen Sozialpakt

Diese Streitschrift französischer Ökonomen ist absolut lesenswert, da sie den Ursachen auf den Grund geht und sich damit vom Mainstream abhebt. Bestellen können Sie das Manifest unter der Mailadresse pad-verlag@gmx.net. Es kostet nur 5 Euro. Das nenne ich mal gut angelegtes Geld.

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One Response to Das Manifest der empörten Ökonomen

  1. Die folgende kleine Anekdote habe ich eben von einem Bekannten gesendet bekommen. Wenn es nicht so traurig und wahr wäre, könnte man lachen.

    Ein deutscher Tourist kommt in ein griechisches Hotel, legt einen 100-Euro-Schein auf die Theke und bittet um einige Zimmerschlüssel, damit er mal nachschauen könne, ob ihm die Zimmer gefallen würden. Die 100 Euro seien als Sicherheit. Der Hotelier gibt ihm alle Schlüssel, da er keinen einzigen Gast hat. Als der Gast verschwunden ist, um sich die Zimmer anzusehen, rennt der Wirt zum Metzger, gibt dem die 100 Euro und sagt, dass damit seine offen stehenden Rechnungen ja wohl bezahlt seien. Daraufhin rennt er zurück in sein Hotel. Der Metzger läuft zum Bauern, gibt dem die 100 Euro und sagt: “Das ist für das Schwein von letzter Woche, das noch zu bezahlen ist.” Der Bauer geht zur einzigen Prostituierten des Dorfes und gibt ihr die 100 Euro, weil er noch seine beiden letzten Besuche bei ihr zu bezahlen hat. Die Prostituierte rennt zum Hotel und übergibt dem Hotelier die 100 Euro, die sie ihm noch für 2 Zimmermieten (mit Kunden) schuldet. In dem Moment kommt der Deutsche die Treppe herunter und sagt, dass ihm keines der Zimmer gefallen würde. Er gibt dem Hotelier die Zimmerschlüssel, nimmt seine 100 Euro und verlässt das Hotel. Nun das Ergebnis: Alle Schulden sind bezahlt und keiner hat Geld. Und genau so funktioniert das Euro-Rettungspaket.

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