Reich ist nicht der der viel hat, sondern der der nicht viel braucht

Mit diesem Satz hat Prof. Dr. Niko Paech, derzeit Vertreter des Lehrstuhls für Produktion und Umwelt (PUM) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, seinen Vortrag zur Postwachstumsökonomie beendet. Ein Wegbegleiter auf meiner Reise des Verstehens hat mich gestern auf diesen Vortrag aufmerksam gemacht. Das anschließende Interview mit Paech können Sie hier einsehen.

In dem Interview werden viele Themen angesprochen, die ich in meinem Logbuch auch beleuchtet habe. Da wäre zum einen das Zinsparadigma, welches dazu führt, dass die Realwirtschaft im Schwitzkasten der Finanzwirtschaft verharren muss. Da wäre aber auch das Paradigma des stetigen Wachstums, welchem wir erlegen sind. Dieses Paradigma ist natürlich aus dem ersten, dem Zinsparadigma, abgeleitet, denn die Finanzwirtschaft lässt der Realwirtschaft gar keine andere Wahl. Ein drittes Paradigma möchte ich noch anführen, welches in dem Interview ein wenig durchschimmert, nämlich der Drang Komplexität reduzieren zu müssen.

Damit möchte ich nicht sagen, dass dieses Interview keinen Informationsgehalt für mich hat, da ich die Inhalte bereits in anderer Form formuliert habe. Eines kommt aus dem Interview ganz klar hervor, was ich so noch nicht bewusst durchdacht habe. Es kann kein nachhaltiges Wachstum geben. Irgendwie klar, wenn Wachstum begrenzt ist, oder? Damit werden aber auch beispielsweise die erneuerbaren Energien als nur die andere Seite der gleichen Medaille, der herkömmlichen Energien, entlarvt. Aus Sicht von Paech sind die ganzen “Green New Deals”, wie er es nennt, nur eine weitere Konjunkturspritze.

Für den Weg aus unserer ökonomischen Krise sind also andere Lösungsansätze notwendig. Paech reißt in dem Interview einige an. Wirklich sehr interessant.

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