{"id":3341,"date":"2015-12-16T07:47:00","date_gmt":"2015-12-16T06:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3341"},"modified":"2021-03-09T06:54:54","modified_gmt":"2021-03-09T05:54:54","slug":"eine-konkrete-end-to-end-prozessbetrachtung-am-beispiel-eines-handelsunternehmens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3341","title":{"rendered":"Eine konkrete End-to-End Prozessbetrachtung am Beispiel eines Handelsunternehmens"},"content":{"rendered":"<p>Im <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3304\">letzten Post<\/a> habe ich das Thema End-to-End (ab sofort E2E abgek\u00fcrzt) in Prozesssichten von Unternehmen aufgegriffen und meine Sicht dazu dargelegt. In diesem Post m\u00f6chte ich nun diese Erkenntnisse nutzen, um ein Handelsunternehmen E2E zu skizzieren. Dabei gehe ich auf die im letzten Post am Ende aufgestellten Fragen ein.<\/p>\n<table style=\"background-color: #ffffff;\" border=\"2\" width=\"100%\" cellspacing=\"3\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Beitr\u00e4ge zur Reihe &#8220;End-to-End Organisation und Steuerung\/ Regelung von Unternehmen&#8221;<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Link<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Ist bei End-to-End Prozessen auch immer wirklich End-to-End drin?<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3304\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Eine konkrete End-to-End Prozessbetrachtung am Beispiel eines Handelsunternehmens<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Dieser Beitrag<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Methoden passen immer, \u2026<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3376\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Die Big Data Analytics Matrix<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3399\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Maschinen kennen nur das &#8220;WAS&#8221;, niemals das &#8220;WARUM&#8221;<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Unreflektierte KPI Orientierung in Unternehmen ist wie &#8220;Malen nach Zahlen&#8221;<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3454\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Steuerung und Regelung von Unternehmen mit dem Viable System Model<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=3531\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2135 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/link.png\" alt=\"link\" width=\"16\" height=\"16\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3><span style=\"color: #6666ff;\">Nach welchen Kriterien lassen sich notwendige externe E2E Prozesse in Unternehmen definieren und wie sehen diese aus?<\/span><\/h3>\n<p>E2E in Prozessen bedeutet f\u00fcr mich wie bereits erl\u00e4utert, dass alle Trennungen in Prozessen, Rollen, Methoden, Standards etc. marktrelevant sein sollten. Da der Kunde beispielsweise ein Unternehmen nicht in Einkauf und Vertrieb einteilt, sollten diese Trennungen auch nicht in Prozessen vollzogen werden.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnten also marktrelevante Trennungen sein?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte die W\u00fcnsche des Kunden in 3 gro\u00dfe Bereiche, vereinfacht nat\u00fcrlich, einteilen. Der Kunde m\u00f6chte Produkte finden, die er sucht. Er m\u00f6chte sich inspirieren lassen, sprich er m\u00f6chte auch Produkte finden, die er gar nicht sucht und an die er vielleicht noch gar nicht denkt. Zum Schluss m\u00f6chte er nat\u00fcrlich auch diese Produkte, hat er sie dann bestellt, schnell geliefert bekommen. Diese 3 Wunschbereiche kann man auf die Kernprozesse eines Handelsunternehmens Vertrieb, Einkauf und Logistik projizieren.<\/p>\n<p>Wenn man es nun ernst meint mit dem unbedingten Ausrichten auf den Kunden, also Bed\u00fcrfnisse der Kunden befeuern und wahrnehmen, so wie diese dann auch befrieden, sollte man hier als Erstes nach Differenzierungsmerkmalen bei den Wunschbereichen suchen. Beispielsweise haben die Kunden unterschiedliche Erwartungen in der Liefergeschwindigkeit von M\u00f6bel, Elektro und Fashion. Diese unterschiedlichen Artikelgruppen werden auch unterschiedlich gelagert oder auch auch unterschiedlich vermarktet. Ist es da nicht sinnvoll, unternehmensintern bzgl. dieser Artikelgruppen auch Unterschiede in den Prozessen, Rollen und Methoden zu definieren, als diese gleichgetaktet \u00fcber alle Produktgruppen hinweg operationalisiert zu haben und damit auf die Spezifika nicht oder nur unzureichend eingehen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Die folgende Abbildung stellt diese Konstellation dar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.scaledagileframework.com\/\" rel=\"attachment wp-att-3346\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3346 size-full\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Handel_E2E-Prozesse.png\" alt=\"Handel_E2E Prozesse\" width=\"950\" height=\"260\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit ist dann auch offensichtlich, dass es beispielsweise keinen zentralen Vertriebs- oder Einkaufsbereich mehr geben muss. Diese Bereiche sind dezentral auf die einzelnen E2E Prozessstreams aufgeteilt. Nun kann man sich nat\u00fcrlich richtigerweise die Frage stellen, ob denn \u00fcberhaupt keine Synergien mehr zwischen den einzelnen E2E Prozessstreams gehoben werden sollen. Nat\u00fcrlich sollten sie, aber nicht zu Lasten des Durchsatzes der Marktbed\u00fcrfnisbefriedigung in den einzelnen Prozessstreams. Das habe ich im letzten Post ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #6666ff;\">Wo ist es sinngekoppelt, da dem Mehrwertstrom in den Prozessstreams zutr\u00e4glich, \u00fcber das Heben von Synergien zwischen den externen E2E Prozessen nachzudenken? Wo ist es sogar notwendig, Synergien zwischen den externen E2E Prozessen zu heben?<\/span><\/h3>\n<p>Gehe ich erst einmal auf die notwendig zu teilenden Assets ein. Da fallen mir die Daten ein. Daten sind f\u00fcr ein Unternehmen wie das Blut f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper. Daten m\u00fcssen im gesamten Unternehmen \u00fcberall hin ohne Barriere flie\u00dfen k\u00f6nnen. Die einzelnen Prozessstreams m\u00fcssen in der Lage sein, Daten untereinander austauschen zu k\u00f6nnen. Bestenfalls liegen die Daten zentral vor, so dass sich dann die einzelnen Prozessstreams davon bedienen k\u00f6nnen. Oft h\u00f6re ich, dass dadurch die Eigenst\u00e4ndigkeit der einzelnen E2E Prozessstreams beschnitten w\u00e4re. Das ehe ich nicht so, denn grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen alle E2E Prozessstreams auf alle Daten zugreifen, welche sie allerdings verwenden, liegt in ihrer Verantwortung. Ob beispielsweise im E2E Prozessstreams &#8220;M\u00f6bel&#8221; Daten vom Kunden &#8220;Dethloff&#8221; des E2E Prozessstreams &#8220;Fashion&#8221; verwendet werden ist den &#8220;M\u00f6bel&#8221; Verantwortlichen \u00fcberlassen. F\u00fcr einige Fragestellungen mag es sinnvoll sein, f\u00fcr andere vielleicht weniger.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Handel_E2E_extern-und-intern.png\" rel=\"attachment wp-att-3347\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3347\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Handel_E2E_extern-und-intern.png\" alt=\"Handel_E2E_extern und intern\" width=\"950\" height=\"260\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am obigen Beispiel &#8220;Daten&#8221; kann man gut erkennen, wie man die Frage beantworten kann, welche Assets unbedingt zwischen den einzelnen E2E Prozessstreams geteilt werden m\u00fcssen, um effektiver zu werden, und wo sie geteilt werden k\u00f6nnen, um effizienter zu werden. Sie erinnern sich an meinem letzten Post, in dem ich ausgef\u00fchrt habe, das in komplexen Umgebungen Effektivit\u00e4t vor Effizienz kommt.<\/p>\n<p>Weitere so genannte Assets eines Unternehmens, denen ich das Pr\u00e4dikat &#8220;muss geteilt werden&#8221; gebe, fasse ich mal unter die Begriffe &#8220;Wissen&#8221;, Erfahrung&#8221; und &#8220;Skills&#8221; zusammen.<\/p>\n<p>Kommen wir nun zu den Assets, die geteilt werden, um dadurch Kosten zu sparen, sprich Synergien zu heben. Dazu z\u00e4hle ich beispielsweise &#8220;IT Systeme&#8221;, &#8220;Hardware&#8221;, &#8220;Server&#8221;, aber auch zentrale Stabsfunktionen, wie Risikomanagement, Testmanagement oder Qualit\u00e4tsmanagement. Gerade bei den zentralen Stabsfunktionen bekomme ich, ob dieser Einteilung, oft ein Stirnrunzeln entgegnet. Es gibt innerhalb der E2E Prozessstreams ebenfalls diese Funktionen, aber mit dem Unterschied, dass diese sehr nah am Inhalt sind und damit den Durchsatz an Marktbed\u00fcrfnisbefriedigung erh\u00f6hen. Sie halten den Mehrwertstrom nicht auf, was man bei zentralen Stabsfunktionen h\u00e4ufig beobachten kann. Wenn man \u00fcber solche zentrale Stabsfunktionen nachdenken sollte, dann nur mit der Haltung, dass diese warten, dass sie um Hilfe gefragt werden und sich nicht per gesetzlicher Vorschrift in die E2E Prozessstreams einklagen. Und dann sollten sie auch nur auf einer Metaebene beratend unterst\u00fctzen, da sie keine Verantwortung besitzen.<\/p>\n<p>Schaut man sich dieses Konstrukt der E2E Prozessstreams inklusive der zwischen ihnen auszutauschenden obligatorischen und fakultativen Assets und Funktionen genauer an, kommt man schnell auf das Gebilde einer Matrixorganisation. <a href=\"https:\/\/ucvox.files.wordpress.com\/2012\/11\/113617905-scaling-agile-spotify-11.pdf\">In diesem Dokument<\/a>, in welchem knapp aber eing\u00e4ngig beschrieben wird, wie die Menschen bei Spotify arbeiten, stammt das folgende Zitat von S. 11.<\/p>\n<blockquote><p>In matrix terms, think of of the vertical dimension as &#8220;what&#8221; and the horizontal dimension as &#8220;how&#8221;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich w\u00fcrde dieses Zitat ein wenig auf meine Gedanken anpassen wollen. Die hier angesprochene vertikale Dimension, also die E2E Ausrichtung, ist verantwortlich f\u00fcr das &#8220;Was&#8221; (Effektivit\u00e4t) und das &#8220;Wie&#8221; (Effizienz). Die horizontale Dimension befeuert mit dem Austausch der obligatorischen Assets das &#8220;Was&#8221; und &#8220;Wie&#8221; und mit den fakultativen Assets das &#8220;Wie&#8221;. Im Kontext zur eigentlichen Matrixorganisation, wo die Linienorganisation die horizontale Dimension und die Projektorganisation die vertikale Dimension bildet, ist die hier angesprochene Matrix einmal auf die Seite gekippt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #6666ff;\">Wie ist das Zusammenspiel zwischen internen und externen E2E Prozessen in Unternehmen?<\/span><\/h3>\n<p>Nun komme ich auf die so genannten internen E2E Prozessstreams zu sprechen, die die Aufgabe haben, \u00fcber das Bereitstellen von Services an die externen Prozessstreams, den Durchsatz an Marktbed\u00fcrfnisbefriedigung zu erh\u00f6hen. Das m\u00f6chte ich am Beispiel von Business Intelligence (BI) erkl\u00e4ren. Aufgabe von BI in Unternehmen ist es, Entscheidungen, die in den einzelnen externen E2E Prozessstreams zu treffen sind, auf Basis von Daten mehrwertgenerierender im Sinne Durchsatzerh\u00f6hung zu gestalten. Die daf\u00fcr notwendig zu erstellenden Services sind beispielsweise &#8220;Reporting&#8221; und &#8220;Data Science&#8221;. Reports dienen den Menschen in Unternehmen, durch Betrachten und Analysieren dieser, Erkenntnisse zu generieren und dann auf Basis dieser manuelle Entscheidungen zu treffen. \u00dcber Data Science werden analytische Modelle zur Verf\u00fcgung gestellt, die es erlauben, automatisierte Entscheidungen auszuspielen. Die folgende Abbildung stellt dies am Zusammenspiel zwischen BI und dem E2E Prozessstream Elektro beispielhaft dar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Handel_E2E_extern-und-BI.png\" rel=\"attachment wp-att-3348\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3348\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Handel_E2E_extern-und-BI.png\" alt=\"Handel_E2E_extern und BI\" width=\"951\" height=\"260\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie gesagt, der so genannte interne BI E2E Serviceprozess ist nur ein Beispiel f\u00fcr einen internen E2E Prozessstream. Weitere kann man sich schnell \u00fcberlegen. N\u00e4mlich immer dann, wenn der Reifegrad eines Unternehmens in bestimmten Teilen der externen E2E Prozessstreams nicht ausreichend ist f\u00fcr die Befriedigung der Marktbed\u00fcrfnisse, kommen diese ins Spiel. In puncto Entscheidungen ist es also BI. Damit ist auch ersichtlich, dass je h\u00f6her der Reifegrad ist, desto weniger erforderlich sind die internen E2E Prozessstreams, obwohl sie wohl niemals ganz aussterben werden, da ein Unternehmen sich ja stetig weiter entwickeln muss.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #6666ff;\">Was ist essentielle Voraussetzung f\u00fcr das Schaffen und Leben von internen und externen E2E Prozessen?<\/span><\/h3>\n<p>Nun kann man sich die Frage stellen, was in Unternehmen gegeben sein muss, um entlang der dargestellten E2E Prozessstreams zu denken und zu agieren. Als erstes sticht ja die absolute Marktn\u00e4he der jeweiligen Prozessstreams ins Auge, die letztendlich dazu f\u00fchrt, dass der Durchsatz an Marktbed\u00fcrfnisbefriedigung hoch ist. Diese unterschiedlichen Marktn\u00e4hen, denn es ist ja nicht nur &#8220;eine&#8221;, erreicht man aber nur mit einer vernetzten Architektur. Ich m\u00f6chte hier gar nicht auf die immer wieder strapazierten Hypebegriffe wie &#8220;SOA&#8221; (Service Oriented Architecture) oder &#8220;MSA&#8221; (Microservice Architecture) eingehen. Aber letztendlich meine ich inhaltlich genau das, was in diesen Konzepten dargelegt ist: Das Bereitstellen einer vernetzten IT-Architektur, \u00fcber welche man in der Lage ist, schnell den Reifegrad in den externen E2E Prozessstreams zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Und hier erkennen wir es sehr deutlich. Das vernetzte Arbeiten in Unternehmen und das Erschaffen einer vernetzten IT-Architektur bedingen sich gegenseitig. Es ist m\u00fc\u00dfig dar\u00fcber zu diskutieren, was hier was verursacht oder bedingt (Henne-Ei-Thematik). Macht man sich diesen Fakt nicht immer wieder neu deutlich, sorgt man daf\u00fcr, dass auch in Zukunft die Mode- und Hypew\u00f6rter der IT aussterben und durch neue ersetzt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr SOA, um in unserem Kontext zu bleiben, wurde nun das Wort MSA erfunden. Neuer Name, gleiches Konzept. Wenn wir nicht begreifen, dass das Umsetzen neuer IT-Konzepte in der Regel auch mit neuen Konzepten der F\u00fchrung und Zusammenarbeit einher gehen muss, werden wir weiterhin die neuen IT-Konzepte verdammen. Hoffen wir, dass es &#8220;Big Data&#8221; nicht in absehbarer Zukunft \u00e4hnlich ergehen mag. Ich habe bereits etwas von &#8220;Huge Data&#8221; geh\u00f6rt. Oh Mann!!!!<\/p>\n<p>Das folgende Zitat von Melvyn Conway aus dem Jahre 1967 (!!!!) bringt es sch\u00f6n auf den Punkt.<\/p>\n<blockquote><p>Any organization that designs a system (defined broadly) will produce a design whose structure is a copy of the organization&#8217;s communication structure.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt einige Frameworks, so genannte <a href=\"http:\/\/www.infoq.com\/news\/2015\/11\/agile-scaling-tour\">agile Skalierungsrahmen<\/a>, die genau den Fakt des vernetzten Arbeitens in Unternehmen &#8220;scheinbar&#8221; thematisieren. Ich m\u00f6chte hier kurz auf das <a href=\"http:\/\/www.scaledagileframework.com\/\">Scaled Agile Framework (SAFe)<\/a> eingehen, da f\u00fcr mich derzeit am meisten von vielen Beratern &#8220;wie die Sau durch&#8217;s Dorf getrieben&#8221;. \u00dcber die folgende Abbildung gelangen Sie auf die Hauptseite dieses Frameworks, wo man sich viele detaillierte Informationen anlesen kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.scaledagileframework.com\/\" rel=\"attachment wp-att-3349\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3349 size-full\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SAFe.png\" alt=\"SAFe\" width=\"958\" height=\"350\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier ist nat\u00fcrlich Vorsicht geboten, wie bei jeder Methode oder bei jedem Framework. H\u00e4ufig, so meine Wahrnehmung, verkommt eine Methode zum Selbstzweck und wird so zu einer Autorit\u00e4t f\u00fcr Denken und Handeln. Wenn man das nicht zul\u00e4sst, k\u00f6nnen Methoden hilfreich sein. Methoden und Frameworks d\u00fcrfen nicht als Rezept gesehen werden. Jedes Unternehmen ist anders. Dazu ebenfalls <a href=\"http:\/\/boeffi.net\/blog\/agile-skalierungs-frameworks-brauchen-wir-nicht\/\">ein Link zu einem Post<\/a>.<\/p>\n<p>Nun bin ich noch das Thema &#8220;Kennzahlenorientierung in Unternehmen&#8221; schuldig, was ich aber auf einen weiteren Post verlagern, um diesen nicht zu lang werden zu lassen. Ich werde auf Basis des bislang Ausgef\u00fchrten folgende weitere Fragen dazu beantworten.<\/p>\n<ol>\n<li>Welche Grenzen existieren beim Steuern von Unternehmen in komplexen Umgebungen?<\/li>\n<li>Welche Grenzen bestehen damit beim Aufstellen von Steuerungsmodellen in Unternehmen und damit einhergehend beim Definieren von Kennzahlen und KPIs zum Steuern dieser Modelle?<\/li>\n<li>Welche Sichten auf Kennzahlen und KPIs zum Messen von Erfolg in Unternehmen sind wichtig (Gegenwart vs. Zukunft,\u00a0Innen vs. Au\u00dfen,\u00a0Lokal vs. Global)?<\/li>\n<\/ol>\n<span id=\"post-ratings-3341\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"e2a98e2972\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_3341_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(3341, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_3341_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(3341, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_3341_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(3341, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_3341_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(3341, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_3341_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(3341, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (<strong>3<\/strong> Bewertung(en), Durchschnitt: <strong>5.00<\/strong> von 5)<br \/><span class=\"post-ratings-text\" id=\"ratings_3341_text\"><\/span><\/span><span id=\"post-ratings-3341-loading\" class=\"post-ratings-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" class=\"post-ratings-image\" \/>Loading...<\/span>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Post habe ich das Thema End-to-End (ab sofort E2E abgek\u00fcrzt) in Prozesssichten von Unternehmen aufgegriffen und meine Sicht dazu dargelegt. 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