{"id":2743,"date":"2013-10-21T07:56:20","date_gmt":"2013-10-21T06:56:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=2743"},"modified":"2013-10-21T07:56:20","modified_gmt":"2013-10-21T06:56:20","slug":"enterprise-2-0-alles-nur-technologie-und-technik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=2743","title":{"rendered":"Enterprise 2.0 \u2013 Alles nur Technologie und Technik?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mgmt20aufkleber-250.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2691\" alt=\"mgmt20aufkleber-250\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/mgmt20aufkleber-250.gif\" width=\"162\" height=\"162\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die im Titel aufgestellte Frage stieg in mir auf, als ich mir zu Beginn der letzten Management 2.0 MOOC-Woche, die den Titel \u201eEnterprise 2.0\u201c trug, die Positionspapiere von <a href=\"http:\/\/de.scribd.com\/doc\/175614778\/Stefan-Smolnik-Positionspapier-Enterprise-20\">Stefan Smolnik<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.scribd.com\/doc\/175901866\/Harald-Schirmer-Positionspapier-Enterprise-2-0\">Harald Schirmer<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.scribd.com\/doc\/175614481\/Michael-Koch-Positionspapier-Enterprise-20\">Michael Koch<\/a> zu Gem\u00fcte f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Daraufhin stellte ich einen Thread namens <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/net\/pri653a0ex\/mgmt20\/enterprise-2-0-789699\/hilferuf-warum-nur-verstecken-wir-menschen-uns-immer-wieder-hinter-technologie-45297854\/\">Hilferuf: Warum nur verstecken wir Menschen uns immer wieder hinter Technologie?<\/a> in unserer Xing-Community ein, wo ich genau diese Thematik mit den anderen Teilnehmern beleuchten wollte. Bis heute Morgen gibt es erstaunliche 27 Beitr\u00e4ge in diesem Thread. Eine Behandlung dieser Frage scheint also nicht nur f\u00fcr mich essentiell zu sein.<\/p>\n<p>In meinem Eingangsstatement des Threads stelle ich die These auf, dass wir Menschen uns allzu oft hinter Technologie verstecken, den Glauben an einen Wandel zu sehr in die Technologie stecken und auch der Technologie die Verantwortung geben, wenn der Wandel dann nicht funktioniert. Der Begriff Technologie steht in diesem Zusammenhang nicht nur f\u00fcr Software und Tools, sondern auch f\u00fcr Prozesse und Methoden, die damit einher gehen.<\/p>\n<p>Um das vorweg zunehmen. Ich verdamme keines Falls die Technologie, ganz im Gegenteil. Technologie ist notwendig und wichtig. Ich m\u00f6chte auch gar nicht zwischen Technologie und Nicht-Technologie trennen, aber unterscheiden m\u00f6chte ich schon zwischen diesen beiden Themen. Beides hat seine Daseinsberechtigung. Mir geht es um ein SOWOHL-ALS-AUCH, nicht ein ENTWEDER-ODER.<\/p>\n<p>Um hier n\u00e4her einzutauchen, sollte man meines Erachtens die Geschichte des Menschen im Zusammenhang zur Technologie reflektieren. Warum hat eigentlich die Technologie heute einen so hohen Stellenwert f\u00fcr uns Menschen und welche Auswirkungen hat der Fortschritt im Bereich der Technologie f\u00fcr uns Menschen?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr m\u00f6chte ich auf ein Dokument eines zu Unrecht, wie ich finde, unbekannten Denkers hinweisen. Es handelt sich um Oswald Spengler. In seiner Abhandlung <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Der-Mensch-und-die-Technik.pdf\">Der Mensch und die Technik<\/a> argumentiert er auf Seite 29<\/p>\n<blockquote><p>Das Tempo der Erfindungen w\u00e4chst ins Phantastische, &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>vergisst aber nicht zu erw\u00e4hnen, dass (Seite 30)<\/p>\n<blockquote><p>Aber damit ist die Seelische Spannung zwischen F\u00fchrer und Gef\u00fchrten gef\u00e4hrlich gewachsen. Man versteht einander nicht mehr. Die fr\u00fchesten \u201eUnternehmungen\u201c der vorchristlichen Jahrtausende forderten die verstehende Mitarbeit aller, die wussten und f\u00fchlten, um was es ging. Es war eine Art Kameradschaft dabei, wie heute auf der Treibjagd und beim Sport. Schon bei den gro\u00dfen Bauten im fr\u00fchen \u00c4gypten und Babylonien kann das nicht mehr der Fall gewesen sein. Der einzelne Arbeiter begriff weder das Ziel noch den Zweck des ganzen Verfahrens.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat zeigt alleine schon die Herausforderung auf, die wir Menschen in Bezug auf die Technologie handhaben m\u00fcssen. Mit dem Fortschritt der Technologie, die wir Menschen stetig vorantreiben, erh\u00f6hen wir die Komplexit\u00e4t unserer Umwelt, die wir handhaben m\u00fcssen. Ein Beispiel m\u00f6chte ich Ihnen gerne geben.<\/p>\n<p>Mit dem Einzug der technologischen M\u00f6glichkeiten rund um Web 2.0, wie beispielsweise die sozialen Foren (Facebook, Twitter, \u2026), Blogs oder Wikis, haben die Menschen nicht nur die M\u00f6glichkeit zu konsumieren, sondern auch zu produzieren. Das Ver\u00f6ffentlichen von privaten Meinungen, Gedanken und Ideen ist nun nicht mehr nur Experten vorbehalten, da die technischen H\u00fcrden zum Erstellen von Inhalten im WWW dramatisch herunter gesetzt wurden. Das wiederum hat aber einen gravierenden Einschnitt f\u00fcr Unternehmenslenker beispielsweise in Bezug zu Kunden des Unternehmens zur Folge. Denn es gibt nun sehr viel mehr Freiheitsgrade im Markt, die Erfolg oder Nichterfolg eines Unternehmens beeinflussen.<\/p>\n<p>Des Weiteren, und das ist ein zweiter nicht minder zu verachtender Aspekt, besteht durch die stetig fortschreitende Entwicklung im Bereich der Technologie die Notwendigkeit f\u00fcr Menschen zur Spezialisierung, um diese noch beherrschbar zu machen. Damit wird aber die Gefahr einer Entfremdung der Menschen f\u00fcr die Sache an sich gr\u00f6\u00dfer. Mitarbeiter eines Unternehmens verstehen immer weniger, warum sie eigentlich eine bestimmte Aufgabe ausf\u00fchren m\u00fcssen. Sie sinnentkoppeln sich.<\/p>\n<p>Es gilt also dieser so genannten Problem-L\u00f6sungsspirale zu folgen. Wir k\u00f6nnen gar nicht anders. Allerdings auf einer anderen Art und Weise als wir es bislang tun. Denn wie sagte Albert Einstein schon?<\/p>\n<blockquote><p>Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise l\u00f6sen, durch die sie entstanden sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich bin mir sicher. Im Bereich der Technologie haben wir Stand heute einen ausreichenden Stand erreicht, um alle bekannten gro\u00dfen globalen Probleme (Umweltkrise, \u00d6konomische Krise) zu l\u00f6sen. Nur wir Menschen setzen diese Technologie nicht sinngekoppelt ein.<\/p>\n<p>Bei Technologie geht es um tote Materie, Menschen aber sind lebendig. Wir \u00fcbertragen unsere Denkvorg\u00e4nge, mit denen wir die Technologie weiter entwickeln, zu einfach und unreflektiert in den Bereich der Menschen. Dadurch trivialisieren wir uns Menschen zu Maschinen. Ich komme immer wieder auf den schon h\u00e4ufig von mir thematisierten Punkt zur\u00fcck:<\/p>\n<p><b>Wir m\u00fcssen unser Denken und Agieren in der Wirtschaft, und nicht nur dort, wieder menschlicher machen. <\/b><\/p>\n<p>Und damit bin ich dann auch schon beim &#8220;Enterprise 2.0&#8221;. Wann verdient ein Unternehmen den Untertitel &#8220;Enterprise 2.0&#8221;? Aus meiner Sicht dann, wenn in diesem Unternehmen Strukturen und Rahmen geschaffen sind, in welchem jeder Mitarbeiter seiner T\u00e4tigkeit einen Sinn geben kann.<\/p>\n<p>Ist daf\u00fcr Technologie notwendig? Technologie kann ein Enabler daf\u00fcr sein. Wir sollten aber nicht vergessen. Technologie ist \u00fcberhaupt erst der Grund f\u00fcr diese fortschreitende Sinnentkopplung. Nun m\u00fcssen wir Alles daf\u00fcr tun, dass wir den Fortschritt seitens der Technologie so menschlich wie m\u00f6glich und n\u00f6tig einsetzen. Denn was bringt es beispielsweise, wenn wir technologisch die M\u00f6glichkeit schaffen, dass jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen sich \u00fcber Wikis oder Blogs einbringen kann, es aber nicht tut. Aus welchen Beweggr\u00fcnden auch immer.<\/p>\n<p>Der von mir hier in diesem Post angerisse Thread war auch Beweggrund f\u00fcr Simon D\u00fcckert, dem Moderator der freit\u00e4glichen Expertenrunden dieses MOOCs, mich am vergangenen Freitag anzurufen. Er wollte sich mit mir pers\u00f6nlich zu dieser Thematik austauschen. Es war ein sehr spannendes und erkenntnisreiches Telefonat f\u00fcr mich. Danke Simon. Unsere Sichtweisen bzgl. Technologie im Sinne von Enterprise liegen sehr dicht beisammen.<\/p>\n<p>Auch die Expertenrunde am Freitag, die ich leider nicht live miterleben konnte, aber gestern als Podcast nacherlebt habe, hat diesen Eindruck in mir gest\u00e4rkt, dass wir nicht nur der Technologie hinterher hecheln und uns Menschen dabei vergessen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde beim Wandel eines Unternehmens in Richtung Enterprise 2.0 ist nicht in der Technologie zu suchen. Diese liegt n\u00e4mlich darin, den technologischen Fortschritt mit Denk- und Handelsweisen aus dem Bereich der Lebendigkeit anzureichern, um den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Das war auch einhellige Meinung der 3 Experten.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich Ihnen noch eine kleine Information anreichen. Falls Sie die freit\u00e4glichen Expertenrunden nicht live verfolgen k\u00f6nnen, haben Sie die Gelegenheit, dieses offline und nachtr\u00e4glich zu tun. <a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/management-2.0-podcast\/id714087020\">\u00dcber diesen Link<\/a> k\u00f6nnen Sie die Podcasts dieser Runden h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Lassen sie uns menscheln!<\/p>\n<span id=\"post-ratings-2743\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"cc9570c403\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_2743_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(2743, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_2743_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(2743, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_2743_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(2743, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_2743_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(2743, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_2743_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(2743, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (<strong>3<\/strong> Bewertung(en), Durchschnitt: <strong>5.00<\/strong> von 5)<br \/><span class=\"post-ratings-text\" id=\"ratings_2743_text\"><\/span><\/span><span id=\"post-ratings-2743-loading\" class=\"post-ratings-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" class=\"post-ratings-image\" \/>Loading...<\/span>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die im Titel aufgestellte Frage stieg in mir auf, als ich mir zu Beginn der letzten Management 2.0 MOOC-Woche, die den Titel \u201eEnterprise 2.0\u201c trug, die Positionspapiere von Stefan Smolnik, Harald Schirmer und Michael Koch zu Gem\u00fcte f\u00fchrte. 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