{"id":1650,"date":"2012-11-14T15:37:26","date_gmt":"2012-11-14T14:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1650"},"modified":"2012-11-27T07:44:31","modified_gmt":"2012-11-27T06:44:31","slug":"change-management-bedeutet-eine-umgebung-der-begeisterung-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1650","title":{"rendered":"Change Management bedeutet eine Umgebung der Begeisterung erzeugen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Wandel in Unternehmen wird man nicht mit Macht durchboxen k\u00f6nnen, sondern nur in dem man f\u00fcr die involvierten Menschen eine Umgebung schafft, in der sie sich begeistern k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Glauben Sie daran? Ich ja und diesen Glauben m\u00f6chte ich in meinem heutigen Post untermauern. Ich m\u00f6chte dieses Thema deshalb behandeln, weil noch viel zu wenig Menschen an diese These glauben und das aus meiner Sicht eines der Hauptfaktoren ist, weshalb Unternehmen in der Regel im Wandel nicht das erreichen, was sie erreichen k\u00f6nnten. Viel zu h\u00e4ufig herrscht in den oberen Managementetagen der Unternehmen noch das Paradigma vor, welches in dem Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Machtfrage-Change-Ver%C3%A4nderungsprojekte-F%C3%BChrungsebene-scheitern\/dp\/3593392038\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1352896642&#038;sr=8-1\">Machtfrage Change: Warum Ver\u00e4nderungsprojekte meist auf F\u00fchrungsebene scheitern und wie Sie es besser machen<\/a> postuliert wird.<\/p>\n<blockquote><p>Ver\u00e4nderung braucht Macht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Jetzt m\u00fcssen sich beide aufgef\u00fchrten Zitate, das erste, an das ich glaube, und das zweite aus dem Buch, nicht grunds\u00e4tzlich diametral gegen\u00fcber stehen. Nur leider ist es zu h\u00e4ufig so, dass Manager und F\u00fchrungskr\u00e4fte ihre Macht, die sie qua Hierarchie haben, daf\u00fcr &#8220;missbrauchen&#8221;, Druck auf die Mitarbeiter auszu\u00fcben. Und sp\u00e4testens dann zieren beide Zitate nicht mehr ein und dieselbe Seite einer Medaille. Diese Sicht habe ich kurz nach Erscheinen des Buches als <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/product-reviews\/3593392038\/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&#038;showViewpoints=0&#038;sortBy=bySubmissionDateDescending#R5A9HR8EB3CB8\">Rezension bei amazon<\/a> hinterlegt. Ich m\u00f6chte mich jetzt nicht auf dieses eine Buch einschie\u00dfen. Es ist nur ein Beleg f\u00fcr die herk\u00f6mmliche Sicht auf das Thema Change, welche von vielen anderen B\u00fcchern auch geteilt wird und aus meiner Sicht nicht zu empfehlen ist.<\/p>\n<p>Bevor ich weitere zus\u00e4tzliche Gedankeng\u00e4nge anf\u00fchre, die den Erfolgsfaktor Begeisterung f\u00fcr Change Initiativen in Unternehmen untermauern, m\u00f6chte ich noch einen Fakt anrei\u00dfen, der ebenso wichtig ist. Wie erkennt man, dass ein Wandel in einem Unternehmen zu initiieren ist? Hier sitzen quasi <em>Change-Engelchen<\/em> und <em>Change-Teufelchen<\/em> auf den Schultern eines Managers. <\/p>\n<p>Das <em>Change-Teufelchen<\/em> sagt: <\/p>\n<blockquote><p>Ignoriere die \u00c4nderungen der Umwelt. Du ben\u00f6tigst diese zum Wahrnehmen Deiner Umwelt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Denn nach der radikal-konstruktivistischen Auffassung ist es die Aufgabe unseres Nervensystems, eine mehr oder weniger stabile Realit\u00e4t zu errechnen. Diese Aussage wird auch Postulat der epistemischen Hom\u00f6ostase genannt. Weniger elaboriert ausgedr\u00fcckt geht es also um ein erkennendes Gleichgewicht, f\u00fcr welches \u00c4nderungen der Umwelt gegl\u00e4ttet werden. Das Neuronetz eines Menschen enth\u00e4lt etwa 100 Mrd. bis 1 Billion Neuronen, von denen weniger als 1% Sensoren an der Oberfl\u00e4che sind, damit ist also unsere Realit\u00e4t zu mehr als 99% von Signalen unserer Innenwelt bestimmt.<\/p>\n<p>Nun kommt aber das <em>Change-Engelchen<\/em> und sagt: <\/p>\n<blockquote><p>Beachte die \u00c4nderungen der Umwelt. Sie k\u00f6nnten Anzeichen eines notwendigen Wandels in Deinem Unternehmen sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Menschen haben Schwierigkeiten, bewusst auf \u00c4nderungen der Umwelt ad\u00e4quat zu reagieren. Von der Hysterese kennen wir das Ph\u00e4nomen, dass die Menschen \u00c4nderungen noch nicht einmal wahrnehmen. In einer neuen Situation tun Menschen in der Regel genau das, was sie in einer fr\u00fcheren \u00e4hnlichen Situation getan haben, obwohl die neue Situation sich gegen\u00fcber der fr\u00fcheren wesentlich ge\u00e4ndert hat. Menschen sind &#8220;Gewohnheitstiere&#8221;. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erfolg von heute gestern ges\u00e4t wurde und dass das was wir heute tun erst morgen in seinen Auswirkungen erkenn- und wahrnehmbar ist.<\/p>\n<p>Beides ist also notwendig. Auf Ver\u00e4nderungen der Umwelt zu reagieren und dies nicht zu tun, dann aber bewusst. Es werden also Sensoren ben\u00f6tigt, die \u00c4nderungen wahrnehmen und diese \u00c4nderungen auf Bedrohung f\u00fcr das Unternehmen zu validieren. Je nach Ergebnis der Validierung m\u00fcssen Aktionen gestartet werden oder eben nicht. Details habe ich in meinem Artikel <a href=\"http:\/\/conny-dethloff.de\/mediapool\/78\/781999\/data\/Kybernetisches_Changemanagement.pdf\">Kybernetisches Change Management<\/a> dargelegt.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte ich aber zur Begeisterung kommen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr st\u00fctze ich mich auf einen <a href=\"http:\/\/www.kulturwandel.org\/inspiration\/filme\/gerald-huether-vortrag-vom-25-november-2011-in-zuer.html\">Vortrag von Prof. Dr. Gerald H\u00fcther<\/a>, den er auf der Konferenz &#8220;Muster \u00fcberwinden &#8211; Potenziale entfalten&#8221; im Herbst 2011 in Z\u00fcrich gehalten hat. H\u00fcther erl\u00e4utert, dass Change immer &#8220;Neues&#8221; bedeutet. Logisch, sonst w\u00e4re es ja kein Change. Um dieses Neue aber zu begreifen, m\u00fcssen wir lernen. Und nun f\u00fchrt er das Paradigma aus, dem wir in unserer Gesellschaft bis in die Grundfeste aufgesessen sind.<\/p>\n<p>Wir glauben n\u00e4mlich, und nach diesem Muster sind unsere <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1225\">Bildungseinrichtungen auch noch gr\u00f6\u00dftenteils ausgerichtet<\/a>, dass wir \u00e4hnlich lernen k\u00f6nnen, wie wir beispielsweise unseren K\u00f6rper in einem Fitnessstudio st\u00e4hlern k\u00f6nnen. Immer mehr von demselben und immer h\u00e4rter, rein mechanistisch. Daher kommt auch das Synonym f\u00fcr lernen, das Wort &#8220;pauken&#8221;. Die Hirnforschung hat aber l\u00e4ngst nachgewiesen, dass das Herstellen neuer Verbindungen im menschlichen Gehirn, nichts Anderes soll durch Lernen n\u00e4mlich erreicht werden, nur gelingen kann, wenn bestimmte Botenstoffe, H\u00fcther nennt diese D\u00fcnger, im Gehirn produziert werden. Diese Botenstoffe werden aber nur produziert, wenn der Mensch sich f\u00fcr eine Sache begeistert und sich an einer Sache erfreut, wenn er also quasi mit <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=490\">Herzblut<\/a> bei der Sache ist.<\/p>\n<p>Das Unglaubliche an der Sache ist, dass wir das wissen. Wir wissen, dass wir nur lernen k\u00f6nnen, wenn wir uns f\u00fcr das zu Erlernende begeistern. Das erkennen wir beispielsweise an der Aus\u00fcbung unserer Hobbies. Ich m\u00f6chte Ihnen eine Episode anreichen, die meine Frau und ich mit meiner Tochter, die mittlerweile in der dritten Klasse lernt, erlebt haben. Meine Tochter sollte an einem Wochenende vor ca. 2 Monaten die kleine Malfolge bis zur Zahl 10 lernen. Am darauffolgenden Montag musste sie eine Arbeit schreiben. Sie hatte keine Lust die Rechenaufgaben, die wir auf einem Zettel geschrieben haben, zu l\u00f6sen. Dann kam meiner Frau eine fantastische Idee. Wir haben im Netz den &#8220;Malfolgen Rap&#8221; gefunden. Das sind Lieder, von Kindern f\u00fcr Kinder gesungen, die spielend und musikalisch das Erlernen der Malfolgen erleichtern. Meine Tochter ist den ganzen Nachmittag mit Kopfh\u00f6rern umhergelaufen, hat mitgesungen und die Malfolgen mit Leichtigkeit, weil mit Freude und Begeisterung, gelernt.<\/p>\n<p>Ja ja, ich kann mir jetzt vorstellen, was viele Leser mir am liebsten ins Gesicht schmettern w\u00fcrden. Lernen kann nicht immer Spa\u00df machen. Wir sollten aber auch bedenken, dass wenn es das nicht tut, Lernen unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Weitere Anregungen zu dem Thema finden Sie in <a href=\"http:\/\/www.kulturwandel.org\/inspiration\/filme\/index.html\">Gerald H\u00fcther im Gespr\u00e4ch mit einem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/a>. Lassen Sie sich inspirieren und BEGEISTERN.<\/p>\n<span id=\"post-ratings-1650\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"abaa0f88d6\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_1650_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(1650, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1650_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1650, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1650_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1650, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1650_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1650, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1650_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1650, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (Keine Bewertungen bislang. 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