{"id":1623,"date":"2012-11-13T09:34:55","date_gmt":"2012-11-13T08:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1623"},"modified":"2012-11-27T07:49:16","modified_gmt":"2012-11-27T06:49:16","slug":"einbeziehung-subjektiver-qualitativer-werte-in-messmetriken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1623","title":{"rendered":"Einbeziehung subjektiver qualitativer Werte in Messmetriken"},"content":{"rendered":"<p>Vor geraumer Zeit habe ich mich mit einem meiner Begleiter auf meiner Reise des Verstehens, Peter Bretscher, zum im Titel dieses Posts genannten Thema unterhalten. Peter hat auf seiner <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/_b\/ueber.htm\">Homepage<\/a> sehr eindrucksvoll und anschaulich dargestellt, warum es l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig ist, qualitative Werte mit in die Bewertung von \u00f6konomischen Zusammenh\u00e4ngen zu integrieren. Einige seiner Beispiele zur Darstellung in Excelform finden Sie <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/beta\/basic_master_e.htm\">hier<\/a>. Da ich ihm an dieser Stelle uneingeschr\u00e4nkt Recht gebe, habe ich ihm eine Nachricht gesendet, woraus sich ein wie ich finde spannender Dialog entwickelt hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wetter1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wetter1.png\" alt=\"\" title=\"wetter\" width=\"250\" height=\"170\" class=\"alignleft size-full wp-image-1644\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bevor ich Ihnen diesen Dialog hier anreichen werde, m\u00f6chte ich noch einmal kurz auf subjektive qualitative Werte eingehen und erkl\u00e4ren, was wir damit meinen. Auf die Anfrage an Peter ob der Ver\u00f6ffentlichung unseres Dialogs hat sich dieser kurze Exkurs ergeben. Peter hat am Beispiel der Wettervorhersage dargelegt, dass<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; dass auch die Wetterfr\u00f6sche mit einer realen und mit einer \u201egef\u00fchlt wie\u201c Skala arbeiten. Auch die ordnen einem gef\u00fchlten Eindruck eine quantitative Zahl auf einer erfundenen Metrikskala zu. Ich denke schon, dass es auch im \u00f6konomischen Bereich wichtig ist, einfach mal ne Werteskala f\u00fcr subjektive Werte zu postulieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Daraufhin habe ich folgendes erwidert.<\/p>\n<blockquote><p>Das Wetterbeispiel ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen wo wir noch unterschiedliche Sichtweisen haben, was aus meiner Sicht gar nicht schlimm ist, ganz im Gegenteil. Jeder kann f\u00fcr sich auf diese Art und Weise neue Erkenntnis generieren. F\u00fcr Dich, so verstehe ich Dich, ist es ein Beleg daf\u00fcr, wie man Qualit\u00e4ten in Form von subjektiven Gef\u00fchlen oder subjektiven Eindr\u00fccken in eine Messskala integrieren kann. F\u00fcr mich bleiben es quantitative Gr\u00f6\u00dfen, nun aber verkleidet in qualitativen Gew\u00e4ndern. Ganz oft erlebe ich n\u00e4mlich, dass meine Frau sagt: &#8220;Ich friere&#8221;. Ich tue es aber nicht. Das bedeutet wir haben unterschiedliche Eindr\u00fccke von der Temperatur. W\u00fcrde man diese darstellen, w\u00e4ren wir vollkommen auf der Ebene der subjektiven Qualit\u00e4ten. Bei dem Wetterbeispiel frage ich mich, welches der &#8220;Ort&#8221; dieser gef\u00fchlten Temperatur sein soll, ich, meine Frau oder ein idealisierter Mensch? Im dritten Fall, was es ja nur sein kann in diesem Beispiel, h\u00e4tte man der Subjektivit\u00e4t wieder einmal die T\u00fcr vor die Nase zugeschlagen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber nun zu unserem Dialog.<\/p>\n<p><strong>C. Dethloff<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Bretscher,<br \/>\nmit enorm gro\u00dfem Interesse lese ich gerade Ihre Ausarbeitungen zur Darstellung von KPIs und Kennzahlen \u00fcber Vektorprofile, speziell das Dokument <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/dresden\/Dresden_revised_2010.05.05_e.pdf\">Advanced tools for Visualizing, Measuring and Managing Intangibles<\/a>. In der Abbildung 5 dieses Dokumentes erkl\u00e4ren Sie das subjektive Werte \u00fcber die komplexe Ebene der Zahlen abgebildet werden k\u00f6nnen. Hier habe ich einige Fragezeichen, zu denen ich gleich kommen werde. Vielleicht k\u00f6nnen Sie mir da helfen, diese aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich finde ich die Darstellung \u00fcber Vektoren faszinierend. Ich bin derzeit mit meiner Abteilung dabei, eine BI L\u00f6sung f\u00fcr den OTTO-Konzern zu designen und zu implementieren. Dazu geh\u00f6rt auch das Frontend, sprich, wie stellt man Kennzahlen und KPIs dar, dass Sie bestm\u00f6glich von den Nutzern wahrgenommen und interpretiert werden k\u00f6nnen. Vielleicht werde ich diesbez\u00fcglich noch einmal gesondert auf Sie zukommen.<\/p>\n<p>Nun aber zu der Frage. Ich habe mir vor geraumer Zeit ebenfalls Gedanken dazu gemacht (Details finden Sie in diesem Post: <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=467\">http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=467<\/a>), wie Qualit\u00e4ten in Zahlen dargestellt werden k\u00f6nnen und bin zu dem Schluss gekommen, dass selbst komplexe Zahlen daf\u00fcr nicht ausreichen. Man ben\u00f6tigt daf\u00fcr so genannte qualitative Zahlen. Mit dieser Schlussfolgerung bin ich dann auch der Meinung, dass Subjektivit\u00e4ten nicht \u00fcber komplexe Zahlen abgebildet werden k\u00f6nnen, da stets nur eine Dimension verf\u00fcgbar ist, n\u00e4mlich die imagin\u00e4re. Diese eine Dimension kann dann nur eine subjektive Sicht auf eine Thematik abbilden. Was mache ich aber, wenn ich n subjektive Sichten habe. Wie bilde ich diese ab?<\/p>\n<p>Ich finde es extrem spannend, dass Sie die subjektiven Sichten in die Darstellung von Kennzahlen einbeziehen, da dies, so ist meine Wahrnehmung, derzeit noch nicht einmal als relevant erkannt wird, geschweige denn eine L\u00f6sung danach gesucht wird. \u00dcber einen Austausch w\u00fcrde ich mich freuen.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nConny Dethloff<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>P. Bretscher<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Guten Tag Herr Dethloff,<br \/>\n\u00fcber Ihre Mail habe ich mich gefreut. Man hat zu diesen Themen nicht so viele Diskussionspartner. Speziell auch \u00fcber Ihre Frage, wie man die Zahlen selbst noch mit qualitativen Informationen &#8220;impfen&#8221; k\u00f6nnte. Ich muss gestehen \u2013 dar\u00fcber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Aber ich bin daran, Ihre Gedanken (auch von Baldus und G\u00fcnther) in dem Post und den Reaktionen nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>Qualitative Zahlen haben schon irgendwie ihren Reiz. Aber bis jetzt sind in meinem Weltbild die &#8220;qualitativen Eigenschaften&#8221; subjektive Einsch\u00e4tzungen (eine von mehreren Eigenschaftsdimensionen), die direkt am Objekt &#8220;angedockt&#8221; sind. Diese Eigenschaftsdimensionen haben alle ihre subjektive oder objektive (Mass-)Einheit. Aus dieser Perspektive erhalten Zahlen ihre Bedeutung aus der Verbindung mit einer Einheit. Die Beschreibung eines Objektes ist dann ein mehrdimensionaler Vektor \u2013 mit genau so vielen Achsen, wie es Metriken gibt die man ber\u00fccksichtigen will.<\/p>\n<p>Dass man dabei auch &#8220;subjektive Metriken&#8221; zul\u00e4sst, ist vielleicht in den Wissenschaften heute nicht so \u00fcblich. Aber auch Volta hat f\u00fcr die Beschreibung seiner Versuche zuerst eine &#8220;subjektive Zwickskala&#8221; eingef\u00fchrt. Den Spannungsmesser (Voltmeter) gab\u2019s zuerst noch nicht. So steht (aus meiner Perspektive) eben mehr die Entwicklung der Metriken im Vordergrund f\u00fcr eine L\u00f6sung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von &#8220;n subjektiven Sichten&#8221; w\u00fcrde ich aus heutiger Sicht eher zum <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Analytic_Hierarchy_Process\">AHP-System<\/a> tendieren. Wir haben das AHP-System mal gebraucht, um \u00fcber das Web Kundensichtweisen abzuholen und mit Kennzahlen aus dem BAB zu kombinieren. Ja \u2013 auch diese subjektiven Priorisierungen kann man mit Vektoren visualisieren. Wegen den Fragestellungen im AHP sind es nicht &#8220;Priorisierungsachsen&#8221; sondern \u201ePriorisierungsebenen\u201c.<\/p>\n<p>Aber vielleicht sollte ich besser das Mail jetzt abschicken und die Variante &#8220;Zahlen mit Bedeutung&#8221; in Betracht ziehen.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fcsse<br \/>\nPeter<br \/>\nPS: K\u00f6nnen wir zum \u201eVornamensystem\u201c wechseln \u2013 ist weniger formell<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>C. Dethloff<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Guten Morgen Peter,<br \/>\ngerne wechseln wir zum Vornamen. Ich finde Deine \u00dcberlegungen und Ausarbeitungen, mehrere Dimensionen auf einen Blick zu einem &#8220;Objekt&#8221; darzustellen, extrem spannend. Da werde ich sicherlich einige Anwendungsgebiete finden. Danke f\u00fcr die Anregung.<\/p>\n<p>Ich komme noch einmal zu den Qualit\u00e4ten zur\u00fcck. Ich beziehe mich gerne auf das letzte Beispiel in Deinem <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/dresden\/Dresden_revised_2010.05.05_e.pdf\">Dokument<\/a>. Der intrinsische Wert &#8220;use value&#8221; ist aus meiner Sicht scheinsubjektiv. Denn bei gleichem Buchwert und unterschiedlichen Kaufpreisen erh\u00e4lt man stets unterschiedliche intrinsische Nutzwerte. Das bedeutet, die M\u00e4chtigkeit zwischen objektiven und subjektiven Werten ist gleich. Das kann aber nicht sein. Der Nutzwert w\u00e4re nur dann subjektiv, wenn man bei gleichen Buchwerten und gleichen Kaufpreisen auch unterschiedliche Nutzwerte erhalten kann; oder gleiche Nutzwerte erhalten kann, obwohl beispielsweise die Buchwerte oder auch die Kaufpreise unterschiedlich sind. Des Weiteren wird der subjektive Wert auf der Basis von Pythagoras errechnet. Hier \u00fcbertragen wir Erkenntnisse aus der &#8220;materiellen Welt&#8221; 1:1 in die &#8220;sinnliche Welt&#8221;. Da bin ich eher skeptisch.<\/p>\n<p>Gotthard G\u00fcnther liefert mit seiner Polykontexturalit\u00e4tstheorie einen Ansatz f\u00fcr die Darstellung von Qualit\u00e4ten. Daf\u00fcr erweitert er allerdings den Ansatz der Aristotelischen zweiwertigen Logik. Er macht quasi aus einer monkontexturalen eine polykontexturale Logik, um Subjektivit\u00e4ten abbilden zu k\u00f6nnen. Unsere gesamte Wissenschaft ist aber auf der monokontexturalen Logik von Aristoteles aufgebaut und damit unsere gesamte Technik, auch Computer. Derzeit werden die Arbeiten von G\u00fcnther verschm\u00e4ht, zumindest in der Abendl\u00e4ndischen Welt. Leider.<\/p>\n<p>Details dazu findest Du in meinem Blog unter diesen <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?tag=polykontexturalitat\">Tag<\/a>. Eine sehr gute verst\u00e4ndliche Einf\u00fchrung gibt es auch <a href=\"http:\/\/www.philognosie.net\/index.php\/course\/coursecontents\/83\/\">hier<\/a>. Es freut mich immer wieder Menschen zu finden, mit denen man \u00fcber diese Thematik diskutieren kann. Sie sind rar ges\u00e4t. Leider.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nConny<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>P. Bretscher<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Conny<br \/>\nBin dabei, den Inhalt Deiner Links auszuloten und zu verstehen. Mit Gotthard G\u00fcnther habe ich mich bisher noch nicht auseinandergesetzt. Seine Logik der Polykontexturalit\u00e4t \u2013 soweit ich sie bisher nachvollziehen kann \u2013 kann aus der Sicht &#8220;eines Logikers\/ Kybernetikers&#8221; m\u00f6glicherweise Sinn machen. Auch an die Grenzen einer &#8220;zweiwertigen Logik&#8221; bin ich schon mehrmals gestossen. Mir scheint, dass es eigentlich rational w\u00e4re, auch das Nicht-Rationale in die logischen \u00dcberlegungen einzubeziehen. Aber vielleicht ist es von den Rationalisten halt zu viel verlangt, dass ausserhalb ihrer Erkl\u00e4rungsmodelle auch noch andere Logiken denkbar (und ebenso richtig wie unvollst\u00e4ndig) sind.<\/p>\n<p>Zur Beantwortung Deiner Fragen musste ich mich wieder in &#8220;meinen Zustand&#8221; zur\u00fcckversetzen, der herrschte, als mir &#8220;die L\u00f6sung erschien&#8221;, das &#8220;Werte&#8221; sowohl eine objektive als auch eine subjektive Dimension haben. Aktuell bin ich noch nicht so weit, dass ich die Antworten &#8220;niet- und nagelfest&#8221; niederschreiben kann, ohne dass Missverst\u00e4ndnisse auftreten. Worte werden nun mal anders gelesen als sie geschrieben wurden. Ich komme mit den Antworten, sobald ich mit meiner Formulierung zufrieden bin.<\/p>\n<p>Jedenfalls: Einen der Knackpunkte sehe ich in der Bedeutung des Begriffs &#8220;Wert&#8221; im Bereich der \u00d6konomie. In meinem Weltbild hat ein Objekt (Ferrari) prim\u00e4r keinen Wert. Nur ein Mensch (als Bewerter) gibt in seinen Kopf dem Objekt (Ferrari) einen (subjektiven, nicht-monet\u00e4ren) Wert. Nur ein Bewerter gibt dem Ferrari seinen Wert. Der Entscheid, dieses Auto zu kaufen, h\u00e4ngt dann von einer ebenfalls subjektiven Bewertung ab, ob dem potenziellen K\u00e4fer die Geldmenge oder das Auto mehr wert sei. Der Wert ist also im Kopf des Bewerters und nicht im Objekt. Die Gr\u00f6sse des Wertes im Kopf hat irgendeine &#8220;imagin\u00e4re&#8221; \u2013 jedenfalls nicht eine monet\u00e4re Einheit, weil diese ja f\u00fcr die \u00f6konomischen Indikatoren wie &#8220;Kosten&#8221; oder &#8220;Preise&#8221; bereits verwendet werden. Wenn man also zwei unterschiedliche Einheiten gemeinsam aufzeigen soll, kommt man als Ingenieur aus ganz praktischen Gr\u00fcnden automatisch zu einer &#8220;Werteebene&#8221; mit einem Vektor. Die \u00dcberlegungen zu den Themen Polykontextur, 2D-Logik, Gewichtung der Zahlen k\u00f6nnen auf dieser Ebene (noch) vernachl\u00e4ssigt werden.<\/p>\n<p>Ich melde mich wieder.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fcsse<br \/>\nPeter<br \/>\nPS: Chapeau f\u00fcr Deine Wesite<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>C. Dethloff<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Peter,<br \/>\ndanke f\u00fcr das Feedback zu meiner Webseite und zu den Fragen. Ich verbleibe gespannt.<br \/>\nBeste Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nConny<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>P. Bretscher<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Conny<br \/>\nAnbei eine hoffentlich lesbare Form<\/p>\n<ol>\n<li>\u00dcber Begriffe, Ausgangslage der Entstehung und<\/li>\n<li>Antworten auf Deine Fragen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es ist relativ aufwendig, &#8220;neue&#8221; Sichtweisen m\u00f6glichst &#8220;nachvollziehbar&#8221; zu beschreiben. Viele Worte sind ja schon &#8220;mit einem Inhalt versehen&#8221; und werden aus anderer Perspektive anders verstanden. Auch hat man auf diesem Gebiet nicht gerade viele kompetente Gespr\u00e4chspartner. Und so hoffe ich, dass ich meine Sicht in diesem <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Antwort-1-an-Conny-Dethloff.pdf\">pdf-Dokument<\/a> etwas aufzeigen kann.<\/p>\n<p>Aber vielleicht w\u00e4re ein Gespr\u00e4ch besser geeignet, die Sichtweise und die Perspektiven zu beleuchten.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fcsse<br \/>\nPeter<\/p><\/blockquote>\n<p>\u2003<br \/>\n<strong>C. Dethloff<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Peter,<br \/>\nich stimme mit vielen Deiner Gedanken und Ideen \u00fcberein, vor allem auch darin, dass wir bei der Bewertungen innerhalb der Wirtschaft endlich Qualit\u00e4ten oder Subjektivit\u00e4ten einbringen m\u00fcssen. Genau an dieser Stelle h\u00e4nge ich aber noch: Wie errechnet man qualitative Werte?<\/p>\n<p>Bei dieser Berechnung k\u00f6nnen wir nicht davon ausgehen, dass wir einfach Formeln unserer rationalen Welt in die emotionale Welt transformieren k\u00f6nnen. Denn wie Du auch schreibst sind die Werte im Kopf des Beurteilers. Wir haben aber bzgl. einer zu beurteilenden Situation tendenziell viele Beurteiler, also auch viele Werte (Wert eines Produktes) bzgl. einer objektiv dargelegten Zahl (Kaufpreis eines Artikels). Wenn wir hier dann beispielsweise \u00fcber Pythagoras einen Wert ermitteln, bekommen wir nur genau einen subjektiven\/ qualitativen Wert zu einem objektiven\/ quantitativen Wert. Das passt ja dann nicht. Bei mir bleibt also die gro\u00dfe Frage h\u00e4ngen, wie wir von einem quantitativen auf einen qualitativen Wert schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Nutzen wir Formeln aus unserer quantitativen Welt, bekommen wir als Ergebnis auch nur einen quantitativen Wert.<\/p>\n<p>Bzgl. der Darstellung von Fakten werde ich Deine Gedanken und Ideen in Zukunft gut anwenden k\u00f6nnen, da es in vielen F\u00e4llen sicherlich bei der Mustererkennung in Richtung Trendbr\u00fcche behilflich sein kann. Es bleiben aber aus meiner Sicht rein quantitative Fakten, die ich darstelle.<\/p>\n<p>Ich hoffe, ich konnte meinen &#8220;H\u00e4nger in den Gedankeng\u00e4ngen&#8221; genau genug ausf\u00fchren. Was denkst Du dazu?<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nConny<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>P. Bretscher<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Conny,<br \/>\nbin auf dem Sprung f\u00fcr eine Woche in die Ferien und wollte noch schnell die Antwort in <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Antwort-2-an-Conny-Dethloff.pdf\">pdf-Form<\/a> an Dich schicken. Ist darum etwas kurz geworden \u2013 vielleicht zu kurz?<\/p>\n<p>Eine etwas <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/paperse\/daum_bretscher_pma2004_v1.01.pdf\">ausf\u00fchrlichere Erkl\u00e4rung<\/a> habe ich mit J\u00fcrgen Daum f\u00fcr eine Veranstaltung in Edinburgh gemacht. Das PPT f\u00fcr die Pr\u00e4sentation damals findest Du <a href=\"http:\/\/www.bengin.com\/paperse\/daum_bretscher_pma2004a.ppt\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Hoffe, dass diese Antwort nicht den gleichen &#8220;H\u00e4nger&#8221; verursacht. Ach ja \u2013 danke f\u00fcr die Fragen. Tut gut, wenn man auf der Suche nach Antworten die grauen Zellen wieder abstauben muss.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fcsse und eine sch\u00f6ne Woche.<br \/>\nPeter<\/p><\/blockquote>\n<p>\u2003<br \/>\n<strong>C. Dethloff<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Peter<br \/>\nIch w\u00fcnsche Dir einen erholsamen Urlaub. Vielleicht liest Du die Mail ja auch erst, wenn Du diesen hoffentlich gehabt hast. Jetzt verstehe ich Dich, wenn Du schreibst: <\/p>\n<blockquote><p>Irgendwann bin ich dann halt darauf gekommen, dass man einfach etwas postulieren muss \u2013 wenn es noch nichts G\u2019scheites bereits gibt. Der Gesamtpreis entspricht dann per Postulat der Hypothenuse. Und die hypothetischen Kosten f\u00fcr das Material (oder einen anderen Referenzpreis) der L\u00e4nge der Kathete auf der Geldachse.<\/p><\/blockquote>\n<p>Allerdings l\u00e4sst mich genau dieser Gedanke davon abhalten, das Ergebnis dann als etwas Qualitatives zu deuten. Ich gebe Dir Recht. Wir haben derzeit keine andere M\u00f6glichkeit, weil unsere rationalen Verfahren und unsere Zahlen nichts Anderes zulassen. Aber dann ist das eben so. Best\u00e4rkt hat mich in diesen Gedanken Karl-Heinz Brodbeck in seinem Artikel <a href=\"http:\/\/www.khbrodbeck.homepage.t-online.de\/sprache.pdf\">Geld und Sprache \u2013 Der innere Widerstreit in der Modernisierung<\/a>.<\/p>\n<p>Trotzdem will ich nicht umhin, das Deine Gedanken und Ideen mich bereichert haben. Danke daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nConny Dethloff<\/p><\/blockquote>\n<span id=\"post-ratings-1623\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"21c6b893f0\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_1623_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(1623, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1623_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1623, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1623_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1623, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1623_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1623, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1623_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1623, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(5, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (<strong>1<\/strong> Bewertung(en), Durchschnitt: <strong>5.00<\/strong> von 5)<br \/><span class=\"post-ratings-text\" id=\"ratings_1623_text\"><\/span><\/span><span id=\"post-ratings-1623-loading\" class=\"post-ratings-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" class=\"post-ratings-image\" \/>Loading...<\/span>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor geraumer Zeit habe ich mich mit einem meiner Begleiter auf meiner Reise des Verstehens, Peter Bretscher, zum im Titel dieses Posts genannten Thema unterhalten. 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