{"id":1509,"date":"2012-09-05T06:17:13","date_gmt":"2012-09-05T05:17:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1509"},"modified":"2012-11-27T07:51:36","modified_gmt":"2012-11-27T06:51:36","slug":"die-forschungen-im-rahmen-der-kunstlichen-intelligenz-sind-einem-missverstandnis-aufgesessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1509","title":{"rendered":"Die Forschungen im Rahmen der K\u00fcnstlichen Intelligenz sind einem Missverst\u00e4ndnis aufgesessen"},"content":{"rendered":"<p>In einigen Posts habe ich die Aktivit\u00e4ten im Forschungsgebiet der <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?tag=kunstliche-intelligenz\">K\u00fcnstlichen Intelligenz<\/a> bereits beleuchtet. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/GG_Seetee-Mind_Teil-1-bis-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/GG_Seetee-Mind_Teil-1-bis-4.png\" alt=\"\" title=\"GG_Seetee Mind_Teil 1 bis 4\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignleft size-full wp-image-1510\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich wurde in dieser Woche auf ein lange Zeit verschollenes und bislang nur in Englischer Sprache erh\u00e4ltliches Dokument aus dem Jahre 1954!!! von Gotthard G\u00fcnther mit dem Titel <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Seetee-Mind_Teil-1-bis-4.pdf\">The SEETEE Mind: \u00dcber Denkstrukturen der Materie und Antimaterie \u2013 eine Herausforderung f\u00fcr die moderne Logik<\/a> aufmerksam. In diesem Dokument r\u00e4umt der Autor unter anderem mit einem Missverst\u00e4ndnis auf, denen Bestrebungen im Rahmen der Kybernetik und somit der K\u00fcnstlichen Intelligenz erlegen sind, n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1404\">intelligente kreative Maschinen bauen zu wollen<\/a>.<\/p>\n<p>Das Dokument ist in 4 Teilen aufgebaut. Im ersten Teil legt der Autor dar, dass Menschen stets zweiwertig denken m\u00fcssen. Wir k\u00f6nnen nicht h\u00f6herwertig denken. Wir denken in Dichotomien wie gut-b\u00f6se, hell-dunkel, an-aus etc. Der Grund daf\u00fcr sind die grundlegenden Eigenschaften der ihm umgebenden Welt, die wir beim Denken in uns abbilden m\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote><p>Seite 3-4: Unser organisches Gehirn wiederholt also in seiner eigenen funktionalen Organisation diese beiden aktiven Eigenschaften der physischen Existenz. \u2026 Wir sagen dann: unsere Intelligenz arbeitet mit Grundbegriffen des Denkens, welche zwei grundlegende Qualit\u00e4ten haben: sie sind entweder positiv oder negativ, wahr oder falsch, objektiv oder subjektiv, individuell oder allgemein.<\/p><\/blockquote>\n<p>In meinem letzten Post <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1497\">Vernetztes Denken ist (noch?) eine Illusion<\/a> habe ich bereits \u00fcber die Grenzen menschlichen Denkens argumentiert, dies aber aus einem anderen Blickwinkel ausgef\u00fchrt. Diese weitere Argumentation \u00fcber die Grenzen im menschlichen Denken soll uns aber nicht davon abhalten oder als Entschuldigung geltend gemacht werden nicht mehr denken zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil behandelt der Autor die Frage, ob zwischen den Gegens\u00e4tzen der zweiwertigen Logik vermittelt werden kann und kommt so zur nicht-aristotelischen Logik. Diese Vermittlung ben\u00f6tigten wir eigentlich im Alltag um beispielsweise Paradoxien aufzul\u00f6sen. G\u00fcnther gibt in dem Dokument daf\u00fcr einige sehr gute Beispiele. Es gibt aber auf der anderen sehr gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Menschen &#8220;nur&#8221; zweiwertig denken, obwohl nicht alle Situationen und Aspekte im Leben, wie die Paradoxien, zweiwertig behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Seite 13: Dies zeigt deutlich, dass es f\u00fcr uns keinen Sinn ergibt, eine dreiwertige Logik zu \u00fcbernehmen, weil sie nur dann funktioniert, wenn der Umfang der Alternativen, die in ihrem System verwendet werden, willk\u00fcrlich eingeschr\u00e4nkt wird. Andererseits verfehlt eine Logik ihren Zweck g\u00e4nzlich, wenn sie es uns nicht erlaubt, Aussagen beliebig hoher Allgemeing\u00fcltigkeit zu produzieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im dritten Teil geht es G\u00fcnther dann um theoretische Aspekte einer dreiwertigen Logik. Wenn wir Menschen mit einer dreiwertigen Logik nichts anfangen k\u00f6nnen, muss es also einen anderen Ort geben, wo die dreiwertige Logik Umsetzung finden kann. Das ist das mechanische Gehirn oder der Roboter. An dieser Stelle r\u00e4umt der Autor mit einem Missverst\u00e4ndnis mit dem Sinn und Zweck der Kybernetik auf. Ich m\u00f6chte dieses Missverst\u00e4ndnis auf die heutige Zeit \u00fcbertragen und dieses Missverst\u00e4ndnis den Forschungsaktivit\u00e4ten im Rahmen der K\u00fcnstlichen Intelligenz \u00fcbertragen. Es kann n\u00e4mlich nicht darum gehen, ein k\u00fcnstliches Gehirn zu entwickeln, welches dem menschlichen Gehirn \u00fcberlegen ist. Dieses k\u00fcnstliche Gehirn wird ein mechanisches bleiben. Menschen haben ja auch nicht das Bed\u00fcrfnis ihre K\u00f6rperteile, beispielsweise die Beine, gegen mechanische einzutauschen, nur weil diese dann nicht erm\u00fcden. Wenn dann tun wir dies aus der Not heraus gehorchend, was dann kein Eintausch mehr ist.<\/p>\n<blockquote><p>Seite 16: Nun, es war einmal, da war er auch nicht mit den Fortbewegungsm\u00f6glichkeiten zufrieden, die ihm seine Beine boten. Schickte er sich an, den Mechanismus des Beines zu verbessern? Nicht dergleichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn solch ein mechanisches Gehirn, was es heute noch nicht gibt, da die Notwendigkeit einer dreiwertigen Logik noch nicht erkannt wurde, in der Lage ist dreiwertig zu arbeiten, was das menschliche Gehirn niemals k\u00f6nnen wird, kann man an dieser Stelle nicht davon sprechen, dass das mechanische Gehirn dem menschlichen \u00fcberlegen w\u00e4re.<\/p>\n<blockquote><p>Seite 16-17: Eine solche Konstruktion w\u00e4re &#8220;kreativ&#8221; in einem ganz neuen Sinne des Wortes: Es bes\u00e4\u00dfe delegierte Kreativit\u00e4t insofern, als es Gedanken in einer dreiwertigen Struktur produzieren  k\u00f6nnte, zu denen der Mensch v\u00f6llig unf\u00e4hig w\u00e4re. Aber sie w\u00fcrde diese nur kraft der Tatsache haben, dass der Mensch die notwendigen Gesetze in den objektiven Geist der Maschine eingebaut h\u00e4tte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im vierten und letzten Teil macht der Autor einige Ausf\u00fchrungen zu konkreten Umsetzungsvorschl\u00e4gen einer dreiwertigen Logik. Hier f\u00fchrt G\u00fcnther noch einmal aus, dass wir zwar nicht dreiwertig denken k\u00f6nnen, jedoch mit einer dreiwertigen Logik rechnen k\u00f6nnen, weshalb es wert w\u00e4re, diese in Maschinen umzusetzen. Er gibt hier einen Vergleich zwischen kleinen und gro\u00dfen Zahlen.<\/p>\n<blockquote><p>Seite 24: Die Situation l\u00e4sst sich grob mit dem logischen Unterschied zwischen unserem Umgang mit kleinen und sehr gro\u00dfen Summen vergleichen. Wir k\u00f6nnen die Ergebnisse von 1+1 oder 1*1 denken, aber wir k\u00f6nnen nicht 356797351*997310971 denken.<\/p><\/blockquote>\n<p>Details zu Umsetzungen einer dreiwertigen Logik hat G\u00fcnther in seinen weiteren Arbeiten zur Polykontexturalit\u00e4t und Morphogrammatik aufgezeigt, die dann sp\u00e4ter von seinem Sch\u00fcler Rudolf Kaehr weiter gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<span id=\"post-ratings-1509\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"d57072b32d\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_1509_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(1509, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(4.3, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1509_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1509, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.3, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1509_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1509, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.3, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1509_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1509, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.3, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1509_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_half.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1509, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.3, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (<strong>3<\/strong> Bewertung(en), Durchschnitt: <strong>4.33<\/strong> von 5)<br \/><span class=\"post-ratings-text\" id=\"ratings_1509_text\"><\/span><\/span><span id=\"post-ratings-1509-loading\" class=\"post-ratings-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" class=\"post-ratings-image\" \/>Loading...<\/span>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einigen Posts habe ich die Aktivit\u00e4ten im Forschungsgebiet der K\u00fcnstlichen Intelligenz bereits beleuchtet. 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