{"id":1497,"date":"2012-08-31T08:29:12","date_gmt":"2012-08-31T07:29:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1497"},"modified":"2012-11-27T07:51:53","modified_gmt":"2012-11-27T06:51:53","slug":"vernetztes-denken-ist-noch-eine-illusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1497","title":{"rendered":"Vernetztes Denken ist (noch?) eine Illusion"},"content":{"rendered":"<p>Ich h\u00f6re und lese sehr h\u00e4ufig die Forderung nach einem vernetzten Denken der Menschen. Wir k\u00f6nnen unsere Problemstellungen in einer zunehmend vernetzten Welt nur durch vernetztes Denken in den Griff bekommen. Eine <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20097421744_BostonConsultingStudie_die_zukunft_bilden.pdf\">Studie der Boston Consulting Group<\/a> aus dem Jahre 2002 (Dokument zuf\u00fcgen) belegt diese These.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/BCG-Studie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1499\" title=\"BCG Studie\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/BCG-Studie.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wir wissen oder glauben zu wissen, dass wir vernetzt denken m\u00fcssen, um die Komplexit\u00e4t der heutigen vernetzten Welt zu handhaben. Aber k\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt vernetzt denken? Aus dem Titel dieses Posts wird meine Sicht bereits klar. Wir k\u00f6nnen es (derzeit) nicht. Aber keine Angst, denn das ist auch gar nicht notwendig. Warum? Das m\u00f6chte ich jetzt zeigen.<\/p>\n<p><strong>Was ist eigentlich vernetztes Denken?<\/strong><br \/>\nNicht nur die oben angef\u00fchrte Studie der BCG zeigt die Wichtigkeit des vernetzten (ganzheitlichen oder auch systemischen) Denkens auf. Hans Ulrich hat bereits 1985 <a href=\"http:\/\/www.bengin.net\/zpapersd\/ulrich_plaedoyer.pdf\">f\u00fcr das vernetzte Denken pl\u00e4diert<\/a>. Nat\u00fcrlich darf man an dieser Stelle auch den Vater des vernetzten Denkens, <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=263\">Frederic Vester<\/a>, nicht vergessen. In vielen seiner Ausarbeitungen, nennen m\u00f6chte ich hier sein Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Die-Kunst-vernetzt-denken-Komplexit%C3%A4t\/dp\/3423330775\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1346324294&amp;sr=8-1\">Die Kunst vernetzt zu denken<\/a>, hat er das vernetzte Denken zum Thema gemacht, die Notwendigkeit herausgestellt und Methoden dargelegt, wie vernetzt gedacht werden kann.<\/p>\n<p>Aber was bedeutet eigentlich vernetzt zu denken? Im Unterschied zum klassischen linearen Denken wird beim vernetzten Denken in Kreisl\u00e4ufen oder R\u00fcckkopplungen gedacht. Das bedeutet, dass was Ursache ist kann auch wieder Wirkung sein und umgekehrt. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist noch zu nennen. Es wird nicht nur in Kreisl\u00e4ufen sondern auch in Netzwerken gedacht. Damit postulieren wir ein ganzheitliches Denken. Diese Ganzheitlichkeit soll dem emergenten Verhalten komplexer Systeme Rechnung tragen, denn das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wenn ich jetzt im n\u00e4chsten Abschnitt zeigen werde, dass wir (derzeit) nicht vernetzt denken und es (derzeit) auch nicht k\u00f6nnen, dann m\u00f6chte ich eben genau auf dieses Denken in Netzwerken Bezug nehmen.<\/p>\n<p><strong>Wir DENKEN nicht vernetzt, &#8230;<\/strong><br \/>\nEmergentes Verhalten komplexer Systeme ist f\u00fcr uns nicht erkl\u00e4rbar. Wir k\u00f6nnen nicht von dem Verhalten einzelner Teile eines komplexen Systems auf das Verhalten des gesamten Systems schlie\u00dfen. Diese Thematik ist in der Wissenschaft auch unter dem Begriff Skalierungsproblem bekannt, also allgegenw\u00e4rtig. Das bedeutet, man kann Theorien, Wissen und Erkenntnisse nicht einfach von einer Mikroebene auf eine Makroebene 1:1 transformieren.<\/p>\n<p>Was wird aber in allen Methoden des vernetzten Denkens, egal ob wir uns das <a href=\"http:\/\/www.malik-management.com\/de\/malik-fuer-organisationen\/loesungen-und-methoden\/malik-sensitivitaetsmodell\">Sensitivit\u00e4tsmodell von Vester<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.consideo-modeler.de\/know-why-denkweise.html\">Know-Why Methode von Consideo<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/System_Dynamics\">System Dynamics<\/a> oder die <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Praxis-ganzheitlichen-Probleml%C3%B6sens-Peter-Gomez\/dp\/3258055750#_\">Methode des ganzheitlichen Probleml\u00f6sens von Gomez und Probst<\/a> anschauen, getan? Das Problem wird zerlegt und dann wieder zusammengef\u00fcgt. Das Zerlegen und Zusammenf\u00fcgen geschieht in allen der Methoden unterschiedlich, weshalb auch die Bef\u00fcrworter der jeweiligen Methoden diesen Fakt nehmen und argumentieren weshalb die jeweilige Methode besser geeignet ist, um vernetzt denken zu k\u00f6nnen. Der Punkt ist aber, dass keine der Methoden uns Menschen vernetzt denken l\u00e4sst, da wir in allen Methoden separieren und zusammenf\u00fcgen. Und genau bei diesem Zusammenf\u00fcgen liegt die Krux. Denn hier sind wir dem oben angesprochenen Skalierungsproblem aufgesessen. Zeigen m\u00f6chte ich das exemplarisch am Erstellen der Einflussmatrix in Vesters Sensitivit\u00e4tsmodell. Ich k\u00f6nnte aber auch jede andere Methode heranziehen. Beim Erstellen der Einflussmatrix werden die m\u00f6glichen Wirkungen zwischen den Faktoren eines Systems in einer Matrix aufgelistet. Von jedem Faktor ausgehend wird gefragt wie gro\u00df die Wirkung auf den jeweils anderen Faktor bei seiner \u00c4nderung ist. Die Zahl &#8220;0&#8221; steht f\u00fcr keine Auswirkung. Die Zahl &#8220;1&#8221; f\u00fcr einen unterproportionalen, die &#8220;2&#8221; f\u00fcr einen proportionalen und die &#8220;3&#8221; f\u00fcr einen \u00fcberproportionalen Effekt. Dann werden jeweils Aktiv- und Passivsummen aller Faktoren gebildet. Damit m\u00f6chte man ermitteln, wie viel die Faktoren zu einem \u00c4nderungsverhalten beitragen (aktiv oder reaktiv) und in welchem Ma\u00dfe die Faktoren von \u00c4nderungen in dem System betroffen sind (kritisch oder puffernd). Ich hoffe Sie erkennen bereits die Skalierungsproblematik, die aus der Emergenz eines komplexen Systems folgt. Wir k\u00f6nnen nicht einfach aus dem Verhalten einzelner Faktoren auf das Gesamtverhalten schlie\u00dfen. Denn wenn wir das k\u00f6nnten, wovon wir beim Befolgen der Methoden ausgehen, h\u00e4tten wir kein emergentes System mehr. Wir br\u00e4uchten dann wohl auch diese Methoden nicht mehr.<\/p>\n<p>Vernetztes Denken ist also nur dann m\u00f6glich wenn wir das zu untersuchende System stets im Ganzen betrachten. Bereits beim Betrachten und Analysieren von Teilsystemen oder Faktoren verlassen wir den Bereich der Vernetztheit.<\/p>\n<p><strong>&#8230; da wir es (derzeit) nicht k\u00f6nnen, &#8230;<\/strong><br \/>\nDenken und Vernetzung schlie\u00dfen sich (derzeit) aus. Denn wie denken wir? Wir nehmen unsere Umwelt wahr, in dem wir Dinge der Umwelt mit Objekten gleich setzen. Wenn wir einen Tisch wahrnehmen, dann setzen wir diesen mit dem Objekt &#8220;Tisch&#8221; in uns gleich. Alle Denkprozesse in Bezug auf diesen Tisch vollf\u00fchren wir mit dem Objekt &#8220;Tisch&#8221;. W\u00fcrden wir das nicht tun, k\u00f6nnten wir gar nicht mit unseren nat\u00fcrlichen Zahlen rechnen. Die nat\u00fcrlichen Zahlen sind also eher &#8220;k\u00fcnstlich&#8221; als &#8220;nat\u00fcrlich&#8221;. Die Zahl &#8220;1&#8221; h\u00e4tte f\u00fcr uns keinen Mehrwert, denn ALLES w\u00fcrde sich unterscheiden, was es ja in der Umwelt auch tut. Aber wir abstrahieren, wir separieren und f\u00fcgen danach wieder zusammen, um die Dinge f\u00fcr uns handhabbar zu machen. Wir denken so, weil unsere Sprachen es nicht anders zulassen. Unsere Sprachen sind n\u00e4mlich nicht vernetzt und kreiskausal. Wir setzen Buchstaben zu W\u00f6rtern, W\u00f6rter zu S\u00e4tze und S\u00e4tze zu Aufs\u00e4tze etc. zusammen. Unsere Sprache beeinflusst unser Denken und umgekehrt. Details k\u00f6nnen Sie in zwei meiner Posts nachlesen (<a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=254\">Unsere Sprache beschr\u00e4nkt unser Denken<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=256\">Die Sprache als Linse<\/a>).<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nur wahrnehmen in dem wir fokussieren und entsprechend unterscheiden. Ohne Fokussierung und ohne Unterscheidung gibt es f\u00fcr uns keine Wahrnehmung. Also auch hier keine Vernetzung. Wir d\u00fcrfen grunds\u00e4tzlich nicht den Fehler machen, Separierung und Zusammenf\u00fcgen anschlie\u00dfend als Vernetzung auszulegen, auch wenn dies in Rekursionen und R\u00fcckkopplungen geschieht, da wir, und das habe ich bereits ausgef\u00fchrt, Theorien von der einen Metaebene einfach in eine h\u00f6here Metaebene transformieren. Das ist sehr gef\u00e4hrlich, weil wir daf\u00fcr keine Legitimation haben. Hier prallen zwei ganz unterschiedliche Wissenschaftstheorien aufeinander: Science und Systemics. Detlef Mamrot hat diesen Unterschied sehr sch\u00f6n in seiner aktuellen <a href=\"http:\/\/www.hebewerk.net\/seite%2017.htm\">Ausarbeitung zu Komplexit\u00e4t<\/a> im Kapitel 3 ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>&#8230; was aber auch nicht so schlimm ist, da wir vernetzt HANDELN k\u00f6nnen.<\/strong><br \/>\nJetzt habe ich bestimmt bei Anh\u00e4ngern des vernetzten Denkens (Ich war \u00fcbrigens auch einer. Jetzt bin ich Anh\u00e4nger des vernetzten Handelns), Wellen geschlagen. Nun m\u00f6chte ich die Wogen wieder ein bisschen gl\u00e4tten. Die Emergenz hat uns einen Stachel versetzt, den ich nun wieder entfernen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen (derzeit) nicht vernetzt denken. Das ist auch nicht so wild. Denn unser Ziel ist es nicht vernetzt zu denken, sondern vernetzt zu handeln. Wir m\u00fcssen nicht unbedingt vernetzt denken um vernetzt handeln zu k\u00f6nnen (Emergenz). Wir schaffen durch das Denken auf der Mikroebene auf der Makroebene eine h\u00f6here Qualit\u00e4t. Auf der Mikroebene herrscht noch keine Vernetztheit vor, auf der Makroebene schon. Genau f\u00fcr diesen Transfersind die von mir angesprochenen Methoden geeignet. Diesen Transfer m\u00f6chte ich nun ein bisschen n\u00e4her erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Ich teile uns Wissen oder auch Verm\u00f6gen in 4 Kategorien ein.<\/p>\n<ol>\n<li>Unbewusstes Nichtwissen (Unverm\u00f6gen)<\/li>\n<li>Bewusstes Nichtwissen (Unverm\u00f6gen)<\/li>\n<li>Bewusstes Wissen (Verm\u00f6gen)<\/li>\n<li>Unbewusstes Wissen (Verm\u00f6gen)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Details zu diesen Arten habe ich einem <a href=\"http:\/\/conny-dethloff.de\/mediapool\/78\/781999\/data\/Funktionierendes_Wissensmanagement.pdf\">Artikel<\/a> verfasst. Ich m\u00f6chte diese Kategorien am Beispiel &#8220;Auto fahren k\u00f6nnen&#8221; spiegeln. Meine beiden Kinder, derzeit 9 und 6 Jahre alt, k\u00f6nnen kein Auto fahren. Sie versp\u00fcren aber derzeit auch gar nicht das Verlangen, es lernen zu wollen. Es ist f\u00fcr sie kein Thema. Sie befinden sich diesbez\u00fcglich in Stufe 1, dem unbewussten Unverm\u00f6gen. In absehbarer Zukunft allerdings werden sie sich diesem Unverm\u00f6gen bewusst werden. Sie m\u00f6chten es dann erlernen, da sie es ben\u00f6tigen. Dann befinden sie sich in Stufe 2, dem bewussten Unverm\u00f6gen. Dann lernen sie das &#8220;Auto fahren&#8221;. Am Anfang ist es dann noch ein wenig holprig. Sie m\u00fcssen sich beim Steuern des Autos \u00fcber sehr viel bewusst werden, Bremsen, Gas geben, Schalten. Sie befinden sich in Stufe 3, dem bewussten Verm\u00f6gen. Mit der Zeit geht das Steuern des Autos aber in Fleisch und Blut \u00fcber. Vieles l\u00e4uft dann unbewusst ab, ohne dass jede Bewegung, bevor sie ausgef\u00fchrt wird, durchdacht wird. Das ist gerade in Gefahrensituationen wichtig, da es hier um schnelles Reagieren geht. Sie befinden sich dann in Stufe 4, dem unbewussten Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind die Grenzen zwischen diesen Stufen nicht gradlinig, sondern eher schwammig. Des Weiteren laufen die \u00dcberg\u00e4nge auch in Rekursionen ab, mal hin und mal wieder zur\u00fcck, insbesondere in den Stufen 3 und 4. Es gibt hier aus meiner Sicht auch grunds\u00e4tzlich keine Wertung. Stufe 4 ist also nicht besser als Stufe 3. Wir ben\u00f6tigen beide Stufen, um lebensf\u00e4hig zu sein. In der Stufe 3 handeln wir rational. Wir denken bewusst. In der Stufe 4 handeln wir eher intuitiv.<\/p>\n<p>Vielleicht fragen Sie sich, was das jetzt mit dem eigentlichen Thema zu tun hat? Ich komme jetzt darauf. Beim Durcharbeiten der Methoden befinden wir uns in Stufe 3. Wir kommunizieren, wir lesen, wir schreiben auf. Im Rahmen dieser T\u00e4tigkeiten denken wir nicht vernetzt, denn wir nutzen unsere Sprache. Das habe ich im vorigen Abschnitt gezeigt. Wir bauen dadurch Wissen auf, was uns in bestimmten Situation handeln l\u00e4sst. Dann sind wir in Stufe 4.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte kurz auf das Beispiel mit dem &#8220;Auto fahren k\u00f6nnen&#8221; zur\u00fcckkommen. Ich hatte bereits des \u00d6fteren brenzlige Situationen im Stra\u00dfenverkehr zu meistern. Da habe ich einfach funktioniert und zwar vernetzt. Ich habe intuitiv gehandelt ohne jede Bewegung meines K\u00f6rpers vorher genau zu durchdenken. Wenn mich danach Jemand fragte warum ich was in welcher Reihenfolge gemacht habe, konnte ich gar nicht in der Lage sein, dieses getreu zu schildern. Da diese Schilderung nur unvernetzt sein kann. Ich nutze unsere Sprache. Diese F\u00e4higkeit beim Autofahren vernetzt handeln zu k\u00f6nnen habe ich mir durch das unvernetzte &#8220;Autofahren lernen&#8221; angeeignet. Wir erkennen hier die Emergenz.<\/p>\n<p>Und hier sehe ich jetzt die St\u00e4rke der von mir angesprochenen Methoden. Es geht in diesen Methoden n\u00e4mlich haupts\u00e4chlich um den Prozess des Lernens des vernetzten Handelns. Der PROZESS ist wichtig und die Ergebnisse, wie die Einflussmatrix oder das Wirkungsgef\u00fcge sind Abfallprodukte dieses Prozesses. Wie wir diese F\u00e4higkeit genau erlernen, k\u00f6nnen wir wegen der Emergenz nicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nNur weil ich also postuliere, dass die herk\u00f6mmlichen Methoden des vernetzten Denkens, uns Menschen nicht helfen vernetzt denken zu k\u00f6nnen, bedeutet es nicht automatisch, dass diese Methoden keinen Mehrwert liefern. Ganz im Gegenteil. Sie tragen in einem hohen Ma\u00dfe dazu bei, dass wir vernetzt handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zum Ende noch eine kleine Bemerkung. Ich habe in meinen S\u00e4tzen stets das Wort &#8220;derzeit&#8221; in Klammern eingef\u00fcgt, denn wir k\u00f6nnen derzeit nicht vernetzt denken. Es ist eine Standortbestimmung von mir aus heutiger Sicht. K\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt irgendwann vernetzt denken? Keine Ahnung. Voraussetzung daf\u00fcr ist aber eine vernetzte Sprache. Ich habe des \u00d6fteren geh\u00f6rt, dass beispielsweise asiatische Sprachen nicht so linear aufgebaut sind wie unsere lateinischen. K\u00f6nnen die Asiaten deshalb vernetzt denken? Ist das Ergebnis eines vernetzten Denkens besser als das eines unvernetzten Denkens? In beiden F\u00e4llen kann man die F\u00e4higkeit entwickeln vernetzt zu handeln.<\/p>\n<p>Ich spreche also nicht vom vernetzten Denken, sondern vom expliziten Modellieren und dem daraus folgenden vernetzten Handeln.<\/p>\n<span id=\"post-ratings-1497\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"53792115a7\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_1497_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(1497, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(4.5, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1497_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1497, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.5, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1497_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1497, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.5, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1497_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_on.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1497, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.5, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1497_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_half.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1497, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(4.5, 5, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (<strong>2<\/strong> Bewertung(en), Durchschnitt: <strong>4.50<\/strong> von 5)<br \/><span class=\"post-ratings-text\" id=\"ratings_1497_text\"><\/span><\/span><span id=\"post-ratings-1497-loading\" class=\"post-ratings-loading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/loading.gif\" width=\"16\" height=\"16\" class=\"post-ratings-image\" \/>Loading...<\/span>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich h\u00f6re und lese sehr h\u00e4ufig die Forderung nach einem vernetzten Denken der Menschen. 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