{"id":1275,"date":"2012-06-12T06:39:44","date_gmt":"2012-06-12T05:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1275"},"modified":"2012-11-28T07:05:37","modified_gmt":"2012-11-28T06:05:37","slug":"operation-monkey-business-ich-bin-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=1275","title":{"rendered":"Operation Monkey Business \u2013 ich bin dabei"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe in meinem Post <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=430\">Das Affenm\u00e4rchen<\/a> bereits auf die Gedanken und Ideen von Gebhard Borck verwiesen, die er in seinem Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Affenm%C3%A4rchen-Arbeit-frei-Leder-ebook\/dp\/B00793NR74\">Affenm\u00e4rchen \u2013 Arbeit frei von Lack &#038; Leder<\/a> in Bezug auf das F\u00fchren von Unternehmen aufzeigt. Meine Ideen und Gedanken zu diesem Thema decken sich gro\u00dffl\u00e4chig, so dass ich Gebhard sehr gerne bei seiner <a href=\"http:\/\/affenmaerchen.wordpress.com\/\">Operation Monkey Business<\/a> unterst\u00fctze.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich auf eine Thematik eingehen, die Gebhard im Abschnitt 4 <a href=\"http:\/\/affenmaerchen.wordpress.com\/category\/04-requiem-fur-die-moderne-betriebswirtschaftslehre\/\">Requiem f\u00fcr die moderne Betriebswirtschaftslehre<\/a> im Kapitel <a href=\"http:\/\/affenmaerchen.wordpress.com\/category\/04-requiem-fur-die-moderne-betriebswirtschaftslehre\/lehren-fur-sinnvolles-wirtschaften\/\">Lehren f\u00fcr sinnvolles Wirtschaften<\/a> herausstellt. Es geht um das Wirtschaften, wie es an Universit\u00e4ten gelehrt und in den vielen Mainstream Managementb\u00fcchern propagiert wird, im Gegensatz zum sinnvollen Wirtschaften. Die folgende <a href=\"http:\/\/affenmaerchen.wordpress.com\/2011\/06\/06\/vergangen-vs-gegenwartig-und-zukunftig\/04-tabelle\/\">Tabelle<\/a> stellt genau diesen Unterschied dar. Und Sie erkennen schon. An den Universit\u00e4ten wird nicht-sinnvolles Wirtschaften gelehrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/BWL-vs-sinnvoll-wirtschaften.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/BWL-vs-sinnvoll-wirtschaften.png\" alt=\"\" title=\"BWL vs sinnvoll wirtschaften\" width=\"391\" height=\"219\" class=\"alignnone size-full wp-image-1277\" srcset=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/BWL-vs-sinnvoll-wirtschaften.png 391w, https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/BWL-vs-sinnvoll-wirtschaften-300x168.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chte auf die Punkte eingehen und gegen meine Erfahrungen spiegeln.<\/p>\n<p><strong>Verplant sein vs. Vorbereitet sein<\/strong><\/p>\n<p>In vielen Unternehmen gibt es Abteilungen die eigens f\u00fcr die Planung abgestellt sind. Mit dem Fokus auf die Zukunft haben sie die Aufgabe diese vorherzusagen und eine Scheinsicherheit zu erzeugen. Sicherlich wird das niemand so klar kommunizieren. Schaut man sich aber die Planungsprozesse in Unternehmen an, dann geht es um nichts anderes. Ich habe meine Sicht auf die Planung bereits des \u00d6fteren <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?tag=planung\">in meinem Logbuch hinterlegt<\/a>. Planung sollte eher als ein gestalterischer Prozess gesehen werden. Es geht bei der Unternehmensf\u00fchrung auf der einen Seite darum sich der Umwelt, das sind die Kunden, die Lieferanten oder auch die Wettbewerber, anzupassen, auf der  anderen Seite aber auch darum, diese f\u00fcr sich optimal zu gestalten. Offenheit, Wissbegierde und eine positive Fehlerkultur ist daf\u00fcr gefragt, Paradigmenreiterei ist abzulegen.<\/p>\n<p>Dinge der Umwelt \u00e4ndern sich stets und st\u00e4ndig. Unternehmen m\u00fcssen sich dementsprechend stetig neu erfinden. Dazu m\u00f6chte ich ein Gleichnis zum Radfahren anf\u00fchren. Man muss immer trampeln, bleibt man stehen, kippt man um. Das Gleichgewicht muss immer wieder neu erarbeitet werden. Deshalb redet man hier auch von einem Flie\u00dfgleichgewicht. Ger\u00e4t man in Schieflage, sollte man nicht immer hart r\u00fcberrei\u00dfen, denn sonst beginnt man zu schlingern. Dieses Schlingern schaukelt sich auf, was dann einem Radfahren hinderlich im Wege steht. Man st\u00fcrzt.<\/p>\n<p><strong>Externe Effekte ausblenden vs. Externe Effekte einbeziehen<\/strong><\/p>\n<p>Sehr oft h\u00f6re ich die Aussage, dass Komplexit\u00e4ten in Unternehmen zu reduzieren sind. Dabei ist es doch gerade die <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?tag=komplexitat\">Komplexit\u00e4t<\/a>, die Unternehmen \u00fcberhaupt erst lebensf\u00e4hig machen. In Prozessdiskussionen richtet man den Blick zu sehr nach innen aus. Dabei betone ich stets, dass eine Transparenz hergestellt werden muss, die aufzeigt, wie jeder einzelne operative Gesch\u00e4ftsprozessschritt in das geplante Unternehmensergebnis einzahlt. Dieses Einzahlen kann entweder direkt oder indirekt passieren und kann \u00fcber Werttreiberb\u00e4ume dargestellt werden. Da wir bei diesen Beziehungen nicht nur \u00fcber quantitative Beziehungen (Einfluss von Umsatz auf Gewinn), sondern \u00fcber qualitative Beziehungen (Einfluss von Kundenzufriedenheit auf Anzahl verkaufter Produkte) von Einflussfaktoren reden, werden diese Treiberb\u00e4ume niemals final sein, stellen aber eine Basis f\u00fcr einen unternehmensweiten Lernprozess dar. Nicht das Ergebnis z\u00e4hlt, sondern der Prozess dahin. Das bedeutet also Unsicherheiten f\u00fcr sich zum Vorteil zu nutzen und sie als Chance zu sehen. Denn jeder muss damit umgehen, auch die Wettbewerber.<\/p>\n<p><strong>Materielle Abh\u00e4ngigkeit der Arbeiter und Angestellten vs. Materielle Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann die Workshops und Meetings nicht mehr z\u00e4hlen, an denen ich in der Vergangenheit teilgenommen habe und in denen wir \u00fcber das Schaffen einer f\u00fcr Mitarbeiter sinnstiftenden Arbeitsumgebung diskutiert haben. H\u00e4ufig wurde aber unzureichend reflektiert, warum zwar oft geredet wurde und dieses Thema als wichtig herausgestellt wurde, aber wenig passierte. <\/p>\n<p>Durch unsere Vorliebe und der damit einhergehenden Fokussierung auf Technokratie und Quantit\u00e4t, die wohl mit dem Bau und dem Einsatz der ersten Maschinen begonnen hat, ger\u00e4t die Sinnhaftigkeit, die wir in unserer Arbeit sehen <a href=\"http:\/\/blog-conny-dethloff.de\/?p=818\">immer mehr ins Hintertreffen<\/a>. Wie reagieren viele Unternehmenslenker und F\u00fchrungskr\u00e4fte auf diesen Aspekt? Lohnerh\u00f6hung. Geld bringt aber nur eine einmalige Motivationsgelegenheit hervor. Bei einer Lohnerh\u00f6hung freut man sich in der Regel zum Zeitpunkt der Erh\u00f6hung und morgen ist die H\u00f6he des Lohns wieder normal. Man fragt dann nach mehr Geld, um einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen. Die F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten sich dann nicht wundern, wenn sie derartige Lohnerh\u00f6hungsdiskussionen immer wieder f\u00fchren m\u00fcssen. Sie haben diese Situationen selber herauf beschworen (&#8220;Die Geister, die ich rief.&#8221;). Sinnstiftung bedeutet aber, dass ich mich jeden Tag neu \u00fcber meine erbrachte Leistung und meine Arbeit motiviere, da ich zu etwas beitrage, was ich als sinnvoll erachte. Ich bin dann stolz Teil des Ganzen zu sein. Diese Motivation hat einen permanenten Charakter und ich erzeuge diese.<\/p>\n<p><strong>Betrieb abschotten gegen Umwelteinfl\u00fcsse und diese nur gesteuert und gefiltert zulassen vs. Soziale, geistige und physische Mauern \u00f6ffnen und die Umwelt den Betrieb durchdringen lassen<\/strong><\/p>\n<p>Das was wir nicht fassen und erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, knipsen wir aus. Deshalb ist dies aber trotzdem noch da und beeinflusst uns. Das Ausknipsen ist aber leichter, da es in uns eine Scheinsicherheit erzeugt und uns leichter schlafen l\u00e4sst. Dazu passt sehr sch\u00f6n die <a href=\"http:\/\/www.muenster.org\/august\/philosophie\/projekte\/9798132\/eddingtonparabel.htm\">Parabel von Eddington<\/a>. Der Ichthyologe sagt am Ende: &#8220;Was ich nicht fangen kann, ist kein Fisch.&#8221; \u00c4hnlichkeiten erkenne ich zur Wirtschaft. Das Verhalten der Kunden wird beispielsweise nicht oder nur unzureichend in Marketingma\u00dfnahmen einbezogen. Eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr, die ich immer wieder h\u00f6re, ist: &#8220;Wie sollen wir denn das Verhalten der Kunden darstellen? Das k\u00f6nnen wir doch gar nicht vorhersagen.&#8221; Das ist nat\u00fcrlich richtig. Wir k\u00f6nnen es nicht vorhersagen. Trotzdem agieren die Kunden und nehmen so Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens, wie man Erfolg auch immer definiert. Also m\u00fcssen wir doch das Verhalten der Kunden beachten und nicht einfach aus unseren \u00dcberlegungen fern halten.<\/p>\n<p>Ich bin gerne Teil der Operation Monkey Business und unterst\u00fctze Gebhard, seine Gedanken und Ideen in &#8220;die gro\u00dfe weite Welt hinauszuposaunen&#8221; und nachhaltig zu verankern. Seien Sie\/ Seid herzlich dazu eingeladen.<\/p>\n<span id=\"post-ratings-1275\" class=\"post-ratings\" data-nonce=\"5ce48ba559\"><img decoding=\"async\" id=\"rating_1275_1\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"1 Star\" title=\"1 Star\" onmouseover=\"current_rating(1275, 1, '1 Star');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1275_2\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"2 Stars\" title=\"2 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1275, 2, '2 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1275_3\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"3 Stars\" title=\"3 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1275, 3, '3 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1275_4\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"4 Stars\" title=\"4 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1275, 4, '4 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/><img decoding=\"async\" id=\"rating_1275_5\" src=\"https:\/\/blog-conny-dethloff.de\/wp-content\/plugins\/wp-postratings\/images\/stars\/rating_off.gif\" alt=\"5 Stars\" title=\"5 Stars\" onmouseover=\"current_rating(1275, 5, '5 Stars');\" onmouseout=\"ratings_off(0, 0, 0);\" onclick=\"rate_post();\" onkeypress=\"rate_post();\" style=\"cursor: pointer; border: 0px;\" \/> (Keine Bewertungen bislang. 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