Geld tötet Motivation

Gehaltserhöhungen bringen nur einen kurzfristigen positiven Effekt für die Motivation der Mitarbeiter für ihre Arbeit. Diese These habe ich in vielen Diskussionen von vielen Menschen gehört. Ich würde sogar noch weiter gehen.

Geld tötet die Motivation der Mitarbeiter.

Dazu habe ich am Wochenende von einem Freund eine kleine Geschichte, die er im Rahmen einer Führungskräfteschulung gehört hat, angereicht bekommen, die ich Ihnen jetzt weiterreichen möchte.

Es war einmal ein Angler, der jeden Tag am Teich saß und seiner Lieblingsbeschäftigung nachging. Eines Tages kamen Kinder und beschmissen den Mann mit kleinen Kieselsteinen. Er fand das natürlich gar nicht lustig und ermahnte sie aufzuhören. Es half nichts. Das ging einige Tage so. Der Mann überlegte sich dann eines schönen Tages, den Kindern für das Schmeißen der Kieselsteine 10 Euro zu geben. Die Kinder freuten sich natürlich und schmissen mit voller Inbrunst. Am nächsten bekamen die Kinder nur noch 5 Euro für das Schmeißen der Steine. Sie nahmen das Geld und schmissen. Als die Kinder am nächsten wieder am Teich angelangt waren und der Angler ihnen nur noch 2 Euro gab, murrten sie ein bisschen, schmissen aber trotzdem die Steine. Am darauffolgenden Tag, als der Angler ihnen nur noch 1 Euro für das Schmeißen der Steine geben wollte, “zeigten sie ihm einen Vogel” und meinten, dass sich das ja wohl nicht lohnen würde und zogen von dannen. Von diesem Tage an hatte der Angler endlich wieder seine Ruhe.

Auch wenn diese kurze Geschichte mit einer negativ-ethischen Motivation belegt ist, zeigt sie doch sehr schön meine oben postulierte These.

Ähnliches erkennt man bei unserem Notensystem in der Schule. Auch hier wird die intrinsisch qualitativ belegte Motivation der Kinder, die sie noch bis zum 6. Lebensjahr in der Kita haben, durch quantitative Faktoren, in diesem Fall den Noten, extrinsisch versucht zu stimulieren. Und dann wundern wir uns, wenn die Kinder im Laufe der Zeit keine Lust, keine Freude und keine Begeisterung mehr für das Lernen verspüren.

Und das Groteske an der Situation ist, dass wir um diesen Fakt wissen, es aber trotzdem anders machen. Welch ein Irrsinn. Finden Sie nicht auch?

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